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VfL spielt heute mit umstrittenem Logo

VfL Wolfsburg VfL spielt heute mit umstrittenem Logo

Der VfL Wolfsburg wird heute - wie fast alle Profiklubs an diesem Wochenende - mit dem „Wir-helfen“-Logo auf dem Ärmel auflaufen. Um diese von der DFL mit einem Boulevardblatt initiierte Aktion für Flüchtlinge ist in den letzten Tagen eine heftige Diskussion entbrannt. Mehrere Klubs boykottieren die Aktion und folgen damit dem Beispiel des FC St. Pauli.

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Umstritten: Viele Fans hier (hier Dortmunder Anhänger am Donnerstag) kritisieren die DFL-Aktion; Klaus Allofs (l.) erklärt, warum der VfL teilnimmt.

Quelle: Maja Hitij

St. Pauli begründete seinen Verzicht in dieser Woche damit, dass der Verein ohnehin schon „seit vielen Wochen auf verschiedenen Ebenen zu dem Thema“ aktiv sei, wie Geschäftsführer Andreas Rettig erklärte. Der Chefredakteur des Boulevardblattes warf dem Hamburger Zweitligisten daraufhin via Twitter vor, Flüchtlinge seien dort nicht willkommen.

In der dadurch angeheizten Diskussion forderten vor allem in den sozialen Netzwerken viele Fans ihre Klubs auf, ohne den „Wir-helfen“-Aufnäher aufzulaufen. Die Boulevardzeitung, so wird in vielen Beiträgen argumentiert, habe durch ihre Berichterstattung eher zur Fremdenfeindlichkeit beigetragen und sei darum nicht der richtige Partner für eine Aktion zugunsten von Flüchtlingen.

Auch der VfL registrierte vereinzelt Hinweise von Fans, auf die Teilnahme an der Aktion zu verzichten. Auf WAZ-Nachfrage erklärte Manager Klaus Allofs dazu: „Wir lassen uns von niemandem vor den Karren spannen. Wir wollen helfen und unsere Solidarität mit den Flüchtlingen zum Ausdruck bringen. Eine Möglichkeit hierfür ist diese Trikotaktion; viel wichtiger ist aber unser vereinseigenes Engagement für Flüchtlinge hier in der Region, das wir seit Monaten betreiben und auch konsequent weiterführen werden.“

Für seinen Twitterbeitrag gegen den FC St. Pauli hat sich der Chefredakteur des Boulevardblattes mittlerweile in einem Schreiben an die DFL entschuldigt, das „Wir-helfen“-Ärmelbadge (auf dem auch der eigentliche Ärmelsponsor und das Logo der Boulevardzeitung klein zu sehen sind) bleibt umstritten. Das Thema Flüchtlinge, so Allofs, sei aber „zu ernst, um darüber jetzt eine solche Grundsatzdiskussion zu führen“.

apa

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