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VfL nicht in Europa dabei: Wie schlimm wäre das?

VfL Wolfsburg VfL nicht in Europa dabei: Wie schlimm wäre das?

Heimspiel gegen Ingolstadt: Für den VfL Wolfsburg geht‘s am Samstag (15.30 Uhr) um den Anschluss an die Spitzenplätze der Fußball-Bundesliga - und damit auch darum, die Hoffnung auf eine erneute Teilnahme an der Champions League nicht frühzeitig aufgeben zu müssen. Dass ein Verfehlen des Saisonziels auch wirtschaftliche Folgen hätte, ist klar. Aber wie schlimm wären die eigentlich?

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Für solche Transfers braucht der VfL die Champions League: Julian Draxler (l.) und André Schürrle, die beiden teuersten Spieler im aktuellen VfL-Kader.

Quelle: imago sportfotodienst

„Es gibt eine gewisse Notwendigkeit, aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten die sportlichen Ziele zu erreichen“, hatte VfL-Manager Klaus Allofs in dieser Woche gesagt (WAZ berichtete). Heißt das, dass der VfL Stars wie Julian Draxler oder Max Kruse verkaufen muss, wenn er die Königsklasse verfehlt? „Nein“, sagt VfL-Finanzgeschäftsführer Wolfgang Hotze, „es würde zunächst einmal bedeuten, dass wir schauen müssen, was wir auf der Einnahmenseite kompensieren können.“ Dass man sich dabei nicht allein auf Eigner VW stützen könne, sei angesichts der Financial-Fairplay-Vorgaben und der aktuellen Volkswagen-Situation selbstredend. Heißt: Die Suche nach weiteren Sponsoren und Partnern müsste intensiviert werden.

Verpasst der VfL in dieser Saison den internationalen Wettbewerb, würden rund 25 Millionen Euro fehlen, spielt er 2016/17 statt in der Champions League „nur“ in der Europa League, sind es um die 18 bis 20 Millionen weniger als in der aktuellen Saison - Summen, die einem Verein wie dem VfL deutlich mehr weh tun als etwa dem FC Bayern. „Wenn man dauerhaft in der Champions League spielt und sie nur einmal zwischendurch verpasst, ist der Effekt natürlich nicht so groß“, sagt Hotze. „Wenn man es aber in einem Jahr schafft und dann im nächsten wieder nicht, hat das schon Auswirkungen.“

Dass man sich beim VfL mit Aussagen zu diesen Auswirkungen zurückhält, ist verständlich - denn noch lebt die Hoffnung, zumindest den vierten Tabellenplatz (Champions-League-Qualifikation) zu erreichen. Ein Sieg gegen Ingolstadt würde dieser Hoffnung wieder neue Nahrung geben. Aber wer seriös wirtschaftet, muss zumindest das Was-wäre-wenn-Szenario durchspielen. Hotze: „Dass man weniger Geld ausgeben kann, wenn die internationalen Einnahmen fehlen, liegt ja auf der Hand.“

Spielertransfers im Ü-30-Millionen-Bereich wie André Schürrle und Draxler wären dann im Sommer für den VfL nicht zu realisieren - aber auch dieser Effekt dürfte sich in Grenzen halten. Denn ohne internationalen Wettbewerb ist der VfL für Spieler dieser Größenordnung wahrscheinlich ohnehin nicht interessant.

apa

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