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VfL kuschelt sich ins Derby

VfL Wolfsburg VfL kuschelt sich ins Derby

Markige Kampfansagen, Sticheleien gegen den Nachbarn, gezielte Provokationen - all das verkneifen sich die VfL-Verantwortlichen vor dem Fußball-Bundesliga-Derby gegen Eintracht Braunschweig. Wolfsburg fährt Kuschelkurs - aus Angst vor Randale und deren Einfluss auf das Spiel.

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Harte Grätschen oder liebevoller Händedruck? Der VfL will beides und fährt vor dem Derby einen Kuschelkurs, die Manager Allofs (r.) und Arnold (l.) treffen sich heute.

Keine Frage, auf den Zuschauerrängen wird es mehr kochen als sonst. Viele VfL-Fans wollen ihre Spieler mit Überraschungen vor dem Spiel extra motivieren - heute beim Abschlusstraining und morgen in der VW-Arena. Manager Klaus Allofs ahnt: „Sich einander verbal und mit der einen oder anderen Aktion anzugehen, gehört sicher zum Derby.“ Aber er betont auch: „Es ist ein großes Anliegen unseres Klubs, dass sich die Rivalität auch im Umfeld aufs Sportliche beschränkt.“

Dafür macht der VfL einiges. Martialische Kampfansagen sind tabu. Und heute ist die Geschäftsführung der Eintracht auf VfL-Einladung in Wolfsburg zu Gast. „Vielleicht wird es ja eine nette Tradition, dass man sich austauscht und sportlich fair miteinander umgeht“, so Allofs.

Die Wolfsburger bemühen sich, jeglichen Zündstoff aus dem Derby zu nehmen - und das hat auch einen sportlichen Grund. „Als Nürnberger Trainer habe ich erlebt, dass es vor dem Derby gegen Fürth ein solches Theater gegeben hatte, dass die beiden Mannschaften total gelähmt waren. Unterschwellig war da immer die Angst, dass es ausarten könnte“, schildert Hecking, der vor einem Jahr mit dem Favoriten nur ein 0:0 gegen den Underdog erreichte. Seine Lehre daraus: „Man muss nichts künstlich anheizen.“

Stattdessen begibt auch er sich auf Kuschelkurs - mit dem Braunschweiger Trainer-Kollegen Torsten Lieberknecht. Über den sagt Hecking: „Ein Super-Typ, mit dem man sich toll austauschen kann. Wir haben viele Gemeinsamkeiten.“

rs

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