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VfL Wolfsburg: Guilavogui wieder fit

„Zwei Millimeter weiter und ich hätte im Rollstuhl gesessen“ VfL Wolfsburg: Guilavogui wieder fit

Das hätte auch ganz anders ausgehen können: Mehr als drei Monate musste der VfL auf Josuha Guilavogui verzichten, der sich Ende Juli im Testspiel des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten bei Sporting Lissabon einen Halswirbelbruch zugezogen hatte.

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Das Comeback: Im Test gegen Union Berlin stand Josuha Guilavogui (M.) erstmals nach seinem Halswirbelbruch wieder auf dem Platz.

Quelle: Imago

Wolfsburg. Jetzt können alle glücklich sein, dass der Mittelfeldspieler am Mittwoch beim Test gegen Union Berlin wieder auf dem Platz stehen konnte. Denn: Hätte sich die dreifache Fraktur des sechsten Halswirbels um ein paar Millimeter verschoben, hätte der 26-Jährige seine Karriere beenden müssen.

„Ich war bei drei Ärzten und alle haben dasselbe gesagt. Zwei bis fünf Millimeter haben gefehlt, dann wäre das Rückenmark beschädigt worden und ich hätte im Rollstuhl gesessen“, erklärt Guilavogui, der Glück hatte, dass der Bruch stabil war. Am Donnerstag erinnerte er sich noch mal an den Zweikampf am 31. Juli, bei dem Sporting-Profi Marvin Zeegelaar unglücklich auf seinen Nacken gefallen war: „Ich habe es knacken gehört, hatte aber keine Schmerzen. Dann konnte ich meinen Kopf nicht mehr drehen und ich wusste, dass etwas gebrochen war. Aber ich habe niemals gedacht, dass die Verletzung so schwer ist.“

Sein Glaube an Gott und die Besuche bei den am Kreuzband verletzten Teamkollegen Sebastian Jung und Ismail Azzaoui haben Guilavogui Kraft gegeben. „Da habe ich gemerkt, dass es noch viel schlimmer sein kann. Ich bedanke mich auch bei Oliver Mutschler und Felix Sunkel, die seit diesem schweren Moment an meiner Seite waren.“

Unter anderem die beiden Fitness-Trainer haben dafür gesorgt, dass Guilavogui gegen Berlin schon fast wieder der Alte war. Ein bisschen Zurückhaltung war beim VfL-Profi aber noch da. „Ich muss noch ein wenig aufpassen, weil der Knochen erst zu 80 bis 90 Prozent zusammengewachsen ist. Das hat mir der Arzt am 20. Oktober gesagt. Nächste Woche habe ich noch eine Untersuchung und hoffe, dass es dann komplett verheilt ist“, sagt der Sympathie-Träger.

Gegen Union hatte es Mitte der ersten Halbzeit einen kleinen Schreckmoment gegeben, als Guilavogui nach einem Kopfballduell wieder auf den Rücken geknallt war. „Das war ein komisches Gefühl. Ich habe zwei Sekunden gewartet, ob ein Schmerz kommt, aber dann ging es wieder“, freute sich Wolfsburgs Nummer 23.

Dass jetzt Landsmann Valérien Ismaël den Cheftrainer-Posten übernommen hat, freut den Franzosen. „Für mich war das die richtige Entscheidung. Wir haben zu viele Punkte verloren und müssen zu Hause unbedingt immer drei Punkte einfahren wollen“, fordert Guilavogui.

mwe

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