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VfL-Star Diego: Ich bin kein Egoist

VfL Wolfsburg VfL-Star Diego: Ich bin kein Egoist

VfL-Star Diego kämpft weiter um seinen Einsatz in Nürnberg am kommenden Samstag. Doch mehr als Lauftraining ist aktuell nicht drin. Gestern Abend flimmerte im NDR die Fernseh-Dokumentation über den Spielmacher des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Darin wurde auch deutlich, was ihn geprägt hat, warum er so hohe Ansprüche an sich selbst stellt.

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Immer im Mittelpunkt: VfL-Star Diego (l.) erzählte in einem NDR-Porträt seine Sicht der Dinge.

Quelle: Photowerk (he)

Egal, wo Diego gespielt hat, er stand immer im Mittelpunkt. Wenn es nicht lief, war er schuld. „Ich versuche, die Kritik zu verstehen und anzunehmen. Es geht mir schon mein ganzes Leben lang so, dass ich die Verantwortung für alles bekomme“, sagt der Regisseur - und mutmaßt: „Vielleicht, weil ich eben einer der wichtigsten Spieler im Team bin. Vielleicht liegt es auch an meinem Charakter. Ich versuche ja auch, in guten und schlechten Zeiten die Verantwortung für das Team zu übernehmen.“

Es begann früh. „Weil er schon früh so gut war im Vergleich zu den anderen, haben die Eltern ihren Kindern immer gesagt, sie sollen Diego foulen“, erinnert sich sein Vater Djair. „Heute ist es genauso. Er wird gefoult, weil er so gut ist.“ Schon bei seinem ersten großen Klub, dem FC Santos, waren alle Augen auf Diego gerichtet. „Alle schauen immer auf die Zehn und denken: Ah! Der könnte der nächste Pelé werden“, so sein Jugendtrainer Eduardo Jenner.

Doch da endet der Anspruch des VfLers. „Diese Verantwortung habe ich nie übernommen. Ich wollte meine eigene Geschichte schreiben“, sagt der Wolfsburger Spielmacher über Vergleiche mit der Legende Pelé.

Verantwortung ja, Diva nein. Der Spielmacher wehrt sich gegen die Vorwürfe: „Ich habe nie von einem Mitspieler oder einem Trainer gehört, dass ich ein Egoist sei. Wenn das so wäre, würde ich mich sofort ändern. Es ist unmöglich, Fußball zu spielen, ein Topspieler zu sein, wenn man egoistisch ist.“

rs

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