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VfL-Nullnummer gegen Mainz: Toll war‘s nur vor dem Anpfiff...

Fußball-Bundesliga VfL-Nullnummer gegen Mainz: Toll war‘s nur vor dem Anpfiff...

Wolfsburg. Eigentlich hat alles gepasst: Die Fans in der Nordkurve zeigten vorm Anpfiff eine tolle Choreo, Maxi Arnold machte als erstes VfL-Eigengewächs die 100 Bundesliga-Spiele voll, und sein Team spielte besseren Fußball als eine Woche zuvor in Bremen.

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Sieht aus wie ein sicheres Tor, wird aber keines: Julian Draxler (l.) umkurvt Mainz-Torwart Jonas Lössl, aber Giulio Donati (r.) verhindert Wolfsburgs Führung.

Quelle: Boris Baschin

Am Ende aber standen die Erkenntnisse, dass gute Stimmung allein nicht hilft - und dass „besser“ nicht gut genug war: Der VfL Wolfsburg blieb am Sonntag vor 25.900 Zuschauern beim 0:0 gegen Mainz 05 erneut deutlich hinter seinen eigenen Ansprüchen zurück.

Gegen einen defensiv eingestellten, müden und biederen Gegner war es vor allem die eigene Chancenverwertung, die den VfL verzweifeln ließ - aber eben nicht nur. Spielerisch war Wolfsburgs Leistung bestenfalls ordentlich. Und das kann dann gegen einen leidlich gut organisierten Gegner auch mal zu wenig sein. Julian Draxler, der die beste Chance des Spiels vergab, brachte es gut auf den Punkt: „Wir waren spielbestimmend, können aber trotzdem deutlich besser spielen. Wir überlegen einen Tick zu lange - und das sieht man auch.“

Mit anderen Worten: Es fehlt (immer noch) das Spieltempo, das eine Bundesliga-Top-Mannschaft braucht. Balleroberung, abgestimmte Laufwege, schnelles Spiel in die Spitze - Mannschaften wie Leverkusen oder Dortmund können das, der VfL tut sich schwer. Dass ein Newcomer wie Paul Seguin erneut der Schnellste in Sachen Ballverarbeitung war, sagt eine Menge aus.

Von den Rängen kam während der Partie ein „Wir woll‘n euch kämpfen seh‘n“, das man nicht wörtlich nehmen sollte, denn kämpferisch kann man den Spielern wenig vorwerfen. „Irgendwas müssen sie ja rufen“, meinte VfL-Stürmer Mario Gomez. Und Trainer Dieter Hecking befand: „Für mich war das die Aufforderung, noch mal Schwung aufzunehmen.“

Der Unmut der Anhänger bezog sich dabei vor allem auf die Gesamtsituation. Wolfsburg hat in diesem Kalenderjahr nur sechs von 23 Spielen gewonnen, hat in dieser Saison erst zwei Tore aus dem Spiel heraus erzielt und ist als Tabellen-13. schon wieder sehr weit weg von den angestrebten internationalen Plätzen. Das nagt. „Wir haben den Wunsch, im nächsten Jahr international zu spielen, da helfen sechs Punkte aus sechs Spielen nicht“, weiß auch Hecking.

Nullnummern - in dieser Spielzeit war‘s das dritte VfL-0:0 - helfen da auch nicht. Und Spiele, in denen die Choreo der Fans vorm Spiel schon der Höhepunkt ist, ebenso wenig.

apa

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