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VfL-Geschäftsführer: St.-Pauli-Antrag verstößt gegen Satzung

VfL Wolfsburg VfL-Geschäftsführer: St.-Pauli-Antrag verstößt gegen Satzung

Der provokante Antrag des FC St. Pauli, vor allem Werksclubs künftig von der Verteilung der Fernseheinnahmen auszuschließen, bereitet dem VfL Wolfsburg keine Sorge. „Wir sind der Auffassung, dass dieser Antrag gegen die Satzung verstößt“, sagte VfL-Geschäftsführer Wolfgang Hotze am Montag der dpa.

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Quelle: Archiv

„Wir würden das auch für eine schädliche Entwicklung halten.“ Ohnehin halte er den Antrag nicht für mehrheitsfähig. 

In einem Schreiben an Ligapräsident Reinhard Rauball und DFL-Chef Christian Seifert stellte Fußball-Zweitligist St. Pauli den Antrag, bestimmte Vereine von der Verteilung der Einnahmen aus der Fernseh- und Gruppenvermarktung auszuschließen. Dies soll vor allem die Werksclubs VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen sowie 1899 Hoffenheim mit Mäzen Dietmar Hopp betreffen. Von 2017 an könnte auch Hannover 96 dazugehören, das dann von der sogenannten 50+1-Regel ausgenommen wird. Über das Schreiben hatte am Montag der „Kicker“ berichtet.

Bayer-Sportchef Völler hält St.-Pauli-Antrag für „populistisch“

Bayer Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade hält den Antrag des FC St. Pauli, vor allem Werksclubs künftig von der Verteilung der Fernseheinnahmen auszuschließen, für nicht durchsetzbar. „Der Antrag hat uns überrascht und ist nach unserem Verständnis nicht zulässig“, erklärte er am Montagmittag in Köln vor dem Abflug des Fußball-Bundesligisten zum Champions-League-Spiel bei BATE Borissow.  

„Alle profitieren von dieser Solidargemeinschaft und der Zentralvermarktung“, sagte Schade. „Wenn Vereine ausgeschlossen werden sollten, was ich nicht annehme, würden möglicher Weise auch noch andere Vereine ausscheiden.“ Gemeint ist damit unter anderen Branchenprimus Bayern München.  

In einem Schreiben an Ligapräsident Reinhard Rauball und DFL-Chef Christian Seifert hat Zweitligist St. Pauli mit Manager Andreas Rettig beantragt, bestimmte Vereine von der Verteilung der Einnahmen aus der Fernseh- und Gruppenvermarktung auszuschließen. Dies soll vor allem die Werksclubs VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen sowie 1899 Hoffenheim mit Mäzen Dietmar Hopp betreffen.  

„Ich bin davon enttäuscht und halte das für populistisch. Das ist ein typischer Rettich: Er macht ein bisschen auf Schweinchen schlau“, kommentierte Bayer-Sportchef Rudi Völler schmunzelnd.

dpa

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