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VfL-Fans wünschen sich eine laute und volle Arena

VfL Wolfsburg VfL-Fans wünschen sich eine laute und volle Arena

Der VfL ist so erfolgreich wie seit der Meisterschaft 2009 nicht mehr. Doch auf den Tribünen der VW-Arena war das bislang kaum zu merken. Erst einmal war das Stadion in dieser Saison ausverkauft, und die Stimmung ist selten richtig euphorisch. In der WAZ melden sich Fans zu Wort, die seit vielen Jahren zum Wolfsburger Fußball-Bundesligisten stehen - und hoffen, dass es zum Spitzenspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen richtig voll und laut wird.

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Die Stimmungszentrale in der VW-Arena: Hier in der Nordkurve ist es meistens gerappelt voll - und von hier kommt die größte Unterstützung für die VfL-Fußballer.

Quelle: Photowerk (he)

Die Eindrücke

Manchmal fühlt sich Dorothea Nahrstedt-Hampel, bekannt als die „Schilder-Frau“, einsam in der Arena. „Ich habe eine Dauerkarte, seitdem es die Arena gibt, gehe zu jedem Spiel und stehe bei Niederlagen am Schluss oft fast allein auf der Tribüne“, sagt sie. „Ich bin immer wieder erstaunt, dass bei schlechtem Wetter oder einem nicht so attraktivem Spiel viele Plätze frei bleiben. Viele Fans verlieren zu schnell die Geduld, wenn das Spiel nicht gut läuft und feuern kaum noch an. Schlimmer noch: Es wird geschimpft, gepfiffen oder gegangen. “

Die reine Zuschauerzahl mag Michael Heuchert aus dem Vorstand des Fan-Dachverbandes Supporters nicht kritisieren: „Gemessen an der Einwohnerzahl Wolfsburgs ist der Zuschauerschnitt im Vergleich zu anderen Bundesligastädten recht gut.“ Aber: „Es ist noch Luft nach oben.“ Und: „Die Stimmung war mal besser.“ Auch Miss VfL, Sina Blecker, ist aufgefallen: „Die Stimmung ist nicht mehr so gut, wie sie mal war. Das liegt daran, dass das Stadion nicht mehr so voll ist.“

Die Gründe

Philipp Henkel begleitet den VfL als Supporters-Chef seit Jahren kritisch. Er weiß: „Dass die Zuschauerzahlen rückläufig sind, liegt daran, dass die Identifikation in den letzten fünf Jahren ziemlich gelitten hat - und das trotz Meisterschaft.“ Allerdings sieht er die Wende zum Besseren: „Die Mannschaft und der Verein sind auf einem guten Weg, das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen. Das liegt aber nicht nur am Erfolg, sondern an der Art des Auftretens.“ Heuchert sieht im ausgebliebenen Erfolg der vergangenen Jahre die Ursachen für die Zuschauer-Flaute: „Vielleicht liegt es auch daran, dass die Erwartungen der Fans in den letzten Jahren immer wieder enttäuscht wurden und erst wieder eine Aufbruchstimmung aufkommen muss. Die Fans wollen gute Spiele sehen und begeistert werden. Dann geben sie es auch zurück und machen mehr Stimmung.“

Die Wünsche

Für die Partie gegen Leverkusen sind rund 25.000 Karten weg. Ob‘s ausverkauft wird, ist offen. „Ich wünsche mir, dass die Hütte voll ist und die Fans hinter der Mannschaft stehen - von Anfang bis zum Ende, egal wie das Spiel ausgeht“, sagt Nahrstedt-Hampel. Auch Heuchert möchte, „dass alle Fans wissen, worum es geht und den VfL nach vorne peitschen“. Und Sina hofft: „Das Stadion soll beben wie zur Meister-Zeit. Das wäre ein Traum.“ Henkel wünscht sich für die mittelfristige Entwicklung: „Schön wäre es, wenn wir die Zuschauerzahlen wieder langsam steigern und auch mal wieder alle Dauerkarteninhaber ihren Platz auch nutzen. Die Anzahl der Fans ist mir nicht so wichtig, die Qualität der Unterstützung indes schon.“

rs

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