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Unmut der Fans: „Wir hab‘n die Schnauze voll!“

VfL Wolfsburg Unmut der Fans: „Wir hab‘n die Schnauze voll!“

Wolfsburg. Jetzt ist die Geduld bei den VfL-Fans fast komplett am Ende: Die 0:1-Pleite gegen Aufsteiger RB Leipzig hat den Anhängern des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten den Rest gegeben. Aus Wut wurden Häme und Spott. Sarkastisch äußerten die Fans ihren Unmut - und die Profis hatten Verständnis.

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Unmut auch nach Spielschluss: Als die VfLer vor der Nordkurve der VW-Arena auftauchten, waren viele Fans gar nicht erfreut.

Quelle: Hay/CITYPRESS24

Schon vor Spielbeginn hatten die Zuschauer Trainer Dieter Hecking als Sündenbock ausgemacht. Bei der Nennung der Mannschaftsaufstellung, bei der normalerweise auch der Nachname des Coaches von den Fans gerufen wird, gab es statt eines lauten „Hecking“ überwiegend Pfiffe. Abgesehen von weiteren Pfiffen zur Halbzeitpause waren dann in der ersten Hälfte keine Unmutsäußerungen zu hören.

Die zunehmend schlechter werdende Leistung der Profis verärgerte die Fans im zweiten Spielabschnitt immer mehr. Nach einer knappen Stunde sangen sie: „Wir wollen euch kämpfen sehen.“ Wobei die Niederlage weniger auf die Einsatzbereitschaft zurückzuführen war. Der Trainer wurde mit „Hecking-raus“-Rufen bedacht.

Damit nicht genug: Mit dem Gegentreffer in der 70. Minute schlug die Stimmung komplett um. „Dieter Hecking raus“, stimmten die Fans an. Aber nicht nur den Trainer nahmen sie sich zur Brust. „Und ihr wollt in die Champions League?“, „Wir hab‘n die Schnauze voll“ und „Deutscher Meister wird nur der VfL“ sangen die Fans sarkastisch.

Weil es in der Offensive mal wieder überhaupt nicht lief, forderten die Zuschauer mit dem Lied „Oh, Kevin de Bruyne“ den Ex-Leistungsträger zurück, der den VfL 2015 zum Pokal-Sieg geschossen hatte. Auch Ex-Interimstrainer Lorenz Günther Köstner wollten sie zurück und sangen anschließend hämisch „Oh, wie ist das schön“. Schön war an diesem Tag gar nichts - und das bekamen nach Abpfiff auch die Spieler zu spüren. Angeführt von Kapitän Diego Benaglio, gingen die Profis vor die Fankurve - aber nur bis zum Sechzehner. Denn dort wurden die VfLer mit dem Lied „Wir hab‘n die Schnauze voll“ quasi aus der Arena befördert.

„Die Reaktion ist verständlich. Wir haben alles versucht, aber mehr ging nicht. Wir sind auch nur Menschen“, so Maxi Arnold. Jeffrey Bruma konnte den Ärger der Anhänger ebenfalls nachvollziehen. „Ich habe die Gesänge während des Spiels gar nicht wirklich wahrgenommen. Aber ich verstehe die Fans“, so der Verteidiger.

mwe

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