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Und jetzt?

VfL Wolfsburg Und jetzt?

Um 3.43 Uhr in der Nacht zu Mittwoch setzte der VfL-Flieger aus Madrid wieder in Waggum auf, die Europa-Tour des VfL war beendet - und es dürfte für längere Zeit die letzte Reise dieser Art gewesen sein.

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Trost: VfL-Trainer Dieter Hecking mit Maxi Arnold.

Nach dem bitteren Viertelfinal-Aus in der Champions League gegen Real werden bei Wolfsburgs Fußballern die Tränen getrocknet, bevor es am Samstag (15.30 Uhr) in der Bundesliga bei Werder Bremen weitergeht.

Als Cristiano Ronaldo beim Schlusspfiff im Estadio Bernabéu zu Boden sank und die Arme in den Madrider Nachthimmel streckte, begann für Dieter Hecking die Trost-Tour. Er täschelte wortlos seine Spieler, ehe er Ronaldo gratulierend abklatschte. Beim Blick in die oft leeren Augen seiner Spieler drängte sich dann relativ schnell eine einfache Frage auf: Und jetzt?

Der Spaß-Teil der Saison ist vorbei. Am Samstag wartet Bremen, ein Team im Abstiegskampf. Für den VfL ist es das erste von fünf Spielen, in denen es darum geht, herauszufiltern, welche Spieler in der Lage sind, den Klub wieder dahin zu bringen, wo er gerade war - in die Königsklasse. Für Max Kruse (seit Wochen ein Schatten seiner selbst) und Co. sind es Spiele auf Bewährung.

Besonders hart wird das erste nach dem Madrid-Aus sein. „Ich glaube und hoffe nicht, dass jetzt der Druck raus ist. Klar ist man enttäuscht, aber wir müssen zusehen, dass wir bis Samstag wieder in einer guten Verfassung sind und in Bremen einen Dreier einfahren“, fordert Diego Benaglio, Wolfsburgs Bester beim Aus in Madrid. „Wir müssen zusehen, dass wir aus den letzten Spielen das Maximum herausholen. Wir müssen zusehen, dass wir so auftreten wie in der Champions League“, so die Nummer 1 weiter.

Sechs Punkte hat der VfL als Tabellenachter Rückstand auf Rang sieben, der möglicherweise für die Europa League reichen könnte. In der Liga-Form der vergangenen Wochen wird‘s nichts mit der Aufholjagd. Manager Klaus Allofs wird jetzt genau hinschauen, wer sich auf der Zielgeraden voll einbringt und mit wem er in der nächsten Saison die Rückkehr auf Europas größte Fußballbühne für Vereinsmannschaften planen kann. Er sagt: „Wir werden bis Samstag leiden, aber dann müssen wir das Selbstvertrauen daraus ziehen, dass wir eine Mannschaft wie Real zumindest an den Rand des Ausscheidens gebracht haben. Das muss uns in den letzten fünf Liga-Spielen helfen.“

eh/apa

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