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Und es war doch keine Schwalbe

VfL Wolfsburg Und es war doch keine Schwalbe

Für viele war‘s der Knackpunkt des Spiels – die umstrittene Elfmeter-Entscheidung vor dem 2:0 des VfL Wolfsburg im Fußball-Bundesliga-Spiel gegen Hertha. War‘s eine Schwalbe von Diego? Die Bilder zeigen: Nein!

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Die umstrittene Szene: John Anthony Brooks lässt den Ball verspringen (links), berührt dann eindeutig sichtbar den heranstürmenden Diego, der zu Boden geht – vielleicht muss man den Elfmeter nicht pfeifen, aber es war eine absolut vertretbare Entscheidung.

Quelle: Sky (2)/Photowerk (bb/he)

Dem Berliner John Anthony Brooks verspringt der Ball im Strafraum, Diego ist zur Stelle, springt im Zweikampf hoch – so wie er es oft macht, machen muss. Brooks berührt ihn, spielt den Ball nicht mehr, Diego fällt. Viele Berliner sahen eine Schwalbe, nur einer nicht: der Trainer. Wohltuend sachlich schildert Jos Luhukay die Szene. „Als Abwehrspieler musst du immer Ball und Gegner im Auge haben. Wenn Brooks vorher zu Diego guckt, muss er nicht hektisch werden, sondern kann den Ball in Ruhe annehmen und klären. So aber ist er hektisch, weil er nur zum Ball schaut. Dadurch entsteht die Situation – ob er Diego dann berührt oder nicht...“, erklärt der Holländer – und fügt an: „In dieser Situation spielt Abgeklärtheit auf der einen Seite und Unerfahrenheit auf der anderen mit. Man kann den Elfer geben, muss es eventuell nicht. Diegos Cleverness, in dieser Szene etwas wahrzunehmen, was da ist, ist eine Qualität.“

Bundesliga: Mit 2:0 gewann der VfL Wolfsburg gegen Hertha BSC Berlin.

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Während Brooks uneinsichtig war („Das war gar nichts“) folgten die VfLer eher Luhukays Meinung. Manager Klaus Allofs fand den Elfer „glasklar“, Trainer Dieter Hecking „100-prozentig“ und „unstrittig“. Der gefoulte Diego gab sich wie so oft diplomatisch, um auch seinen Gegenspieler nicht in Verruf zu bringen. „Brooks hat mich berührt. Er kam eine Sekunde später als ich. Der Schiedsrichter kann das aber am besten beurteilen. Und letztlich müssen wir sowieso das hinnehmen, was er entscheidet.“

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