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Träsch: „Ich war skeptisch wegen der Reise“

WAZ-Interview mit Christian Träsch Träsch: „Ich war skeptisch wegen der Reise“

Christian Träsch kämpft um seinen Platz im Team. Der Rechtsverteidiger des VfL Wolfsburg saß nach einigen Verletzungspausen meistens auf der Bank, jetzt will er wieder angreifen. Doch zugleich trauert der 27-Jährige mit seinen Mitspielern um den verstorbenen Junior Malanda. Über diesen schwierigen Spagat und seinen auslaufenden Vertrag sprach Träsch in Südafrika mit WAZ-Sportjournalist Timo Keller.

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Ein Platz im Grünen: VfL-Verteidiger Christian Träsch möchte in der Rückrunde lieber einen Platz in der Stammelf.

Quelle: CP24

WAZ: Wie haben Sie die Geschehnisse der letzten Tage verarbeitet?

Träsch: Es ist nicht ganz einfach. Man versucht, sich auf den Fußball zu konzentrieren. Aber Junior war ein Teil von uns und wird auch weiterhin einer sein.

WAZ: Ist die Mannschaft dadurch noch enger zusammengerückt?

Träsch: Auf jeden Fall. Ich war am Anfang sehr skeptisch wegen der Reise ins Trainingslager. Aber inzwischen glaube ich, dass die Verantwortlichen die perfekte Entscheidung getroffen haben. Wir konnten Abstand gewinnen und sprechen sehr viel miteinander.

WAZ: Spielt der VfL in der Rückrunde auch für Malanda?

Träsch: Wir wollen für ihn zurück in die Normalität kommen. Ich glaube nicht, dass Junior wollen würde, dass wir permanent die Köpfe hängenlassen und nur trauern. Wir wollen Spiele für ihn gewinnen, seine Ziele waren auch unsere Ziele. Er wollte den besten Fußball spielen, das wollen wir auch.

WAZ: In knapp zwei Wochen geht’s gegen die Bayern wieder los…

Träsch: Deswegen gilt es jetzt, so schnell wie‘s geht, wieder in die Normalität überzugehen, so hart das auch klingt. Es bleibt uns fast nichts anderes übrig. Aber Junior wird immer dabei sein.

WAZ: Was haben Sie sich persönlich für die Rückrunde vorgenommen?

Träsch: Mein erstes Ziel ist es, gesund zu bleiben. In den vergangenen ein, zwei Jahren hatte ich viel mit Verletzungen zu kämpfen. Das war natürlich eine schwere Zeit. Jeder Fußballer möchte spielen. Aber es hätte auch nichts gebracht zu hadern. Ich hätte nur nicht gedacht, dass ich so lange weg sein werde.

WAZ: Die Konkurrenz auf der Rechtsverteidiger-Position ist groß…

Träsch: Ich möchte mich jetzt in der Vorbereitung so gut wie möglich zeigen. Sebastian Jung hat zuletzt gespielt, ihm möchte ich jetzt das Leben so schwer wie möglich machen.

WAZ: Ihr Vertrag läuft im Sommer aus, Manager Klaus Allofs würde ihn gern verlängern. Könnten Sie sich vorstellen, beim VfL zu bleiben?

Träsch: Meine Frau, meine Tochter und ich fühlen uns in Wolfsburg sehr wohl. Natürlich sprechen wir darüber, wie es weitergeht. Aber wir haben noch ein halbes Jahr Zeit, da werden wir schon irgendwie eine Lösung finden.

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