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Träsch: „Das war keine Kleinigkeit“

WAZ-Interview Träsch: „Das war keine Kleinigkeit“

Im Test gegen den AS St. Étienne war‘s passiert. Christian Träsch bekam nach einem Foul Herzkammer-Flimmern und zog sich einen Haarriss im Brustbein zu. Wie dramatisch das Ganze war, schilderte der VfL-Mittelfeldspieler nun erstmals im Trainingslager-Gespräch.

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Christian Träsch

WAZ: Die wichtigste Frage zuerst: Wie geht es Ihnen?

Träsch: Es geht mir wieder gut. Es war eine komische Zeit...

WAZ: Können Sie noch einmal aus Ihrer Sicht schildern, was passiert ist?

Träsch: Ich habe einen Ellenbogen auf die Brust bekommen und sofort gemerkt, dass es ins Herz sticht. Ich habe noch zweimal versucht, weiterzumachen, aber die Herzstiche kamen immer wieder. Dann musste ich raus.

WAZ: Und dann wurde es dramatisch?

Träsch: Im Nachhinein muss man sagen, es war keine Kleinigkeit. In dem Moment hatte ich es nicht so empfunden. Es war so, dass ich einen viel zu hohen Puls hatte, der auch 20 Minuten nach dem Spiel noch auf 180 war. Unser Mannschaftsarzt hat mir das aber nicht gesagt. Er meinte, der Puls sei schon wieder unten. Er wollte mich beruhigen. Aber als der Krankenwagen kam, hat das nicht mehr funktioniert.

WAZ: Da bekamen Sie Angst?

Träsch: Natürlich macht man sich Gedanken, wie es mit einem weitergeht. Auch, als ich auf die Intensivstation kam. Ich hatte maximal mit einem normalen Krankenhaus-Bett gerechnet. Ich wusste, irgendwas stimmt da nicht. Später am Abend bekam ich die Diagnose.

WAZ: Standen Sie in Kontakt mit Ihrer Familie?

Träsch: Den ersten Anruf hat unser Doc gemacht. Meine Frau konnte es nicht glauben und hat sich entsprechend viele Sorgen gemacht.

WAZ: Ist nun alles überstanden?

Träsch: Es war aus der Welt, als die Ergebnisse vom Langzeit-EKG da waren. Es war eine ernste Sache, und ich möchte natürlich nie wieder auf eine Intensivstation.

WAZ: Wie viel Kraft haben Sie durch die zehn Tage Pause verloren?

Träsch: Die Kondition ist da. Aber wir hatten in der Zeit viele Spiele. Auch solche, in denen nicht alles lief. Da hätte ich gern meinen Teil beigetragen.

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