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Sportpsychologe Marlovits hilft dem VfL

VfL Wolfsburg Sportpsychologe Marlovits hilft dem VfL

Die VfL-Profis müssen ihre Trauer über den Unfalltod von Junior Malanda nicht alleine bewältigen. Dr. Andreas Marlovits ist Sportpsychologe und betreut die Wolfsburger im Trainingslager in Südafrika. „Es ist einfach notwendig, dass man sich in so einer Situation professionell begleiten lässt“, erklärt Manager Klaus Allofs.

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Hilft dem VfL nach dem Unfalltod von Malanda: Gestern war Sportpsychologe Andreas Marlovits (r.) beim Training.

Quelle: CP24

Marlovits ist in der Fußballszene kein unbekannter Name. Der Psychologe hatte auch Hannover 96 nach dem Freitod von Robert Enke im November 2009 betreut. Doch Vergleiche zwischen beiden Trauerfällen verbieten sich. „Er schätzt die Lage auch vollkommen anders ein“, berichtet Allofs, für den klar ist: „Wir wissen, dass das Ganze nicht in drei oder vier Tagen abgeschlossen sein wird.“

In Einzel- und Gruppengesprächen soll Marlovits die VfL-Profis in ihrer Trauerarbeit unterstützen. Viele Spieler haben das Angebot bereits angenommen, aber zwingen wird der Manager keinen. „Jeder Spieler ist für sich verantwortlich und verarbeitet das auf seine Weise. Aber dass wir diese Hilfe zumindest anbieten, verlangt unsere Sorgfaltspflicht“, so Allofs.

Der Psychologe soll das gesamte Trainingslager über bei der Mannschaft bleiben. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Für Allofs ist eine Sache in den nächsten Tagen entscheidend: „Wir müssen den Spielern klarmachen, dass es nicht bedeutet, dass sie nicht mehr an Junior denken oder nicht richtig trauern, wenn sie sich mit anderen Dingen beschäftigen.“

Der schwierige Spagat zwischen Trauer und Normalität wird den VfL noch längere Zeit beschäftigen.

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