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Spieler haben‘s mit entschieden: Ismaël darf Trainer bleiben

VfL Wolfsburg Spieler haben‘s mit entschieden: Ismaël darf Trainer bleiben

Valérien Ismaël ist beim VfL vom Interims- zum Cheftrainer aufgestiegen - am Sonntag teilte Klaus Allofs die Entscheidung zunächst dem Deutsch-Franzosen mit, dann erklärte der Manager des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten auch öffentlich, warum er weiter auf Ismaël setzt und warum es doch keine externe Lösung gibt.

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"Tolle Geste": So empfand Valérien Ismaël (l.) die Jubelszene nach dem 3:0 in Freiburg.

Quelle: dpa

Freiburg/Wolfsburg. Bereits am Freitag war Allofs vor die Mannschaft getreten. „Ich habe gesagt, dass die Würfel nicht gegen Valérien Ismaël gefallen sind.“ Und das es auch mit keinem anderen Trainer eine Übereinkunft gäbe - dabei war Ex-HSV-Trainer Bruno Labbadia ein heißer Kandidat. Aber Allofs setzt auf Ismaël, auf den ehemaligen VfL-II-Trainer, den auch die Spieler wollten. Als Luiz Gustavo seine Kollegen nach dem 3:0 des VfL in Freiburg mit einer Handbewegung Richtung Bank, Richtung Ismaël beorderte, um den Sieg mit dem Interimstrainer zu feiern, war das ein Statement. Mit dieser „tollen Geste“ (Ismaël) entschieden Mario Gomez und Co. mit, wer künftig an der Seitenlinie das Sagen hat. „In der Kabine war nach dem Training Erleichterung zu spüren. Ich werde auch noch einen ausgeben“, sagte er am Sonntag nach seiner Beförderung schmunzelnd.

Schon wenige Tage nach seinem Amtsantritt hatten sich die Spieler durchweg positiv über Ismaël geäußert - und die Szene des Spiels in Freiburg unterstrich die Zufriedenheit in aller Deutlichkeit. Der 41-Jährige, dessen Vertrag zwar weiterhin bis 2018 läuft, jedoch finanziell angepasst werden soll, hatte zunächst gar nicht mitbekommen, dass die Spieler zu ihm stürmten. „Nach dem Treffer hatte ich mich mit der Bank abgeklatscht und wollte Marcel Schäfer einwechseln. Als ich mich dann umgedreht habe, standen auf einmal alle da. Es war eine ganz tolle Geste und zeigt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist“, freute sich Ismaël.

Seine Spieler und er wurden in Freiburg genau beäugt. Auch VfL-Aufsichtsratsboss und VW-Vorstand Francisco Garcia Sanz war da. Er strahlte hinterher auf dem Weg in die Kabine, in der Ismaël von vielen Profis geherzt wurde. Doppeltorschütze Gomez: „Wir haben schon einen Trainer auf dem Gewissen und wollen keine Trainer-Vernichtungsmaschine sein. Der Trainer ist ein unglaublich positiver, pushender Typ mit einer klaren Vorstellung.“

eh/mwe

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