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Sogar seine Position wurde abgeschafft

WAZ-Serie: Das VfL-Jahr 2015 Sogar seine Position wurde abgeschafft

Als die Zeitschrift „11Freunde“ ein Interview mit ihm machte, erwähnten die Reporter, dass sie wenig von Wolfsburg kennen - eigentlich nur den Weg vom Bahnhof zur VW-Arena. „Dann“, so entgegnete ihnen Nicklas Bendtner, „habt ihr alles gesehen“. Sie werden einfach nicht warm miteinander, der dänische Stürmer und seine fußballerische Übergangsheimat.

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Der VfL 2015: Es war nicht Bendtners Jahr.

Quelle: imago

Bendtners Problem ist seit Jahren, dass sein Ruf größer ist als sein Leistungsvermögen. Als junger Spieler lief er für Arsenal in der englischen Premier League auf, und mancher dachte sich: „Aus dem könnte was werden.“ Einige denken das bis heute.

Dass es was werden könnte, dachte auch der VfL, der ihn im Sommer 2014 holte, als andere, bessere Sturm-Ideen nicht funktioniert hatten. Bendtner hatte zu dem Zeitpunkt nicht nur für Arsenal gespielt, sondern auch für Birmingham City. Und für AFC Sunderland. Und für Juventus Turin. Wolfsburg galt als letzte Chance, dass vielleicht mehr aus ihm wird als ein Star in den sozialen Netzwerken. „Ich habe es satt, dass man mich wie einen Idioten darstellt“, sagte er in dem 11Freunde-Interview. Daneben steht er auf einem Foto mit Lederhandschuhen, weißer Hose, Jackett und Sonnenbrille vor einer Leinwand auf dem Trainingplatz.

2015, so hatte er es angekündigt, sollte sein Jahr werden. In 51 VfL-Pflichtspielen stand er fünfmal in der Startelf. Dass er den Supercup für Wolfsburg entschied und in dieser Saison eines von nur vier Wolfsburger Liga-Auswärtstoren schoss, rettet seine Bilanz nicht. 2015 war nicht Bendtners Jahr, auch der VfL ist nicht sein Verein, Trainer Dieter Hecking schaffte zuletzt sogar seine Position des klassischen Mittelstürmers ab. Bendtner darf gehen, gern auch sofort. Er wird demnächst 28. Aus ihm könnte nochmal was werden. Anderswo. Vielleicht.

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