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Senior Malanda: „Ich bin stolz!“

VfL Wolfsburg Senior Malanda: „Ich bin stolz!“

Gleich mit seinem ersten Spiel wurde Junior Malanda zum Fan-Liebling beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Das Internet ist voll von Glückwünschen und Sympathie-Bekundungen für den Youngster. Auch der wichtigste Mann im Leben des Belgiers freut sich: sein Vater.

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Die WAZ fragte bei Senior Malanda nach, wie ihm Junior gefallen hat. „Ich bin stolz und habe mich gefreut“, sagt der Ghanaer über das Debüt seines Sohnes, der den gleichen Vornamen trägt wie er: Bernard. Der Senior verfolgte die Partie zu Hause in Belgien am Fernseher, heute wird er nach Wolfsburg kommen.

Senior Malanda lenkt seit kleinauf die Fußball-Karriere seines Sohnes. Sie war nicht immer einfach. Als Kind kickte Junior mit anderen Söhnen afrikanischer Einwanderer im Stadtpark von Brüssel. Viele von ihnen sind inzwischen Profis in Belgien. Malanda hat als Erster den Sprung ins Ausland geschafft. Und zwar schon vor sechs Jahren, als er auf Anraten des Vaters aus der Jugend des RSC Anderlecht ins Jugendinternat des OSC Lille ging. Malanda bekam eine gute Ausbildung, spielte aber im belgischen Fußball keine Rolle mehr.

Erst als der damalige Verbandstrainer Franck Dury ihn überraschend für die belgische U 21 nominierte und Malanda dort stark spielte, erinnerte man sich in der Heimat an das verlorene Talent. Zulte Waregem holte ihn zurück, als Dury dort als Vereinstrainer anfing. Im vergangenen Sommer wollte Senior Malanda den nächsten Schritt, kaufte seinen Sohn dank einer Klausel im belgischen Recht aus dem Vertrag. Doch ein Transfer ins Ausland scheiterte zunächst, das Talent musste bei einem Zweitligisten mittrainieren.

Nun ist Malanda in Wolfsburg angekommen, spielt auch heute gegen Bremen. „Ich bin bereit, wieder zu spielen“, sagt er. „Aber wenn sich der Trainer anders entscheidet, ist das auch nicht schlimm für mich.“

rs

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