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Schulterschluss zwischen Profis und Fans

VfL Wolfsburg Schulterschluss zwischen Profis und Fans

„Reißt euch endlich den Arsch auf“, stand auf einem riesigen Plakat, das am Samstag in der Nordkurve zwischen Ober- und Unterrang hing. Die VfL-Profis erhörten ihre Fans, siegten mit 2:0. Vor dem Spiel hatte es extra ein Treffen gegeben.

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Deutliche Wortwahl: Das riesige Plakat, das am Samstag in der Nordkurve hing.

Quelle: Photowerk (bb)

Auf Wunsch der Anhänger hatte sich der Mannschaftsrat am Donnerstag mit Fan-Vertretern getroffen. „Das zeigt mal wieder, dass wir auch in schwierigen Phasen einen anderen Weg nehmen und in den Dialog gehen“, erklärte Marcel Schäfer, der am Treffen teilnahm und es als „sachlich und konstruktiv“ bezeichnete.

Neben dem Plakat wurden vor dem Spiel Handzettel auf den Tribünen verteilt, zudem gab‘s eine Durchsage per Stadion-Mikrofon. Der Tenor: Statt zu pfeifen, soll die Mannschaft angefeuert werden. „Trotz der nicht zufriedenstellenden sportlichen Situation sollten wir als Fans des Vereins ein Zeichen setzen und unsere Mannschaft gerade in dieser schwierigen Zeit umso mehr unterstützen“, heißt es auf dem Zettel. VfL-Manager Klaus Allofs sprach hinterher von einem „Schulterschluss zwischen Mannschaft und Fans“.

Das Plakat stieß trotz der deutlichen Wortwahl nicht auf Widerspruch bei den Profis. „Wir haben ja hier und da Anlass dazu gegeben, dass der Eindruck entsteht, es läge an der Einstellung“, sagte Schäfer, der am Samstag für den zuletzt schwächelnden Ricardo Rodriguez als linker Verteidiger ran durfte. „Gegen Ingolstadt haben wir es deutlich besser gemacht. Es lief nicht alles rund, aber es war ein wichtiges Zeichen“, so der Führungsspieler.

Die VfL-Profis wissen: Sie brauchen ihre Anhänger. Trainer Dieter Hecking: „Die Fans haben das Recht, auch Kritik zu äußern. Von daher ist das alles im Rahmen, und da kann sich auch keiner beschweren. Der Fan hat nach der überragenden letzten Saison auch eine Erwartungshaltung und will uns wachrütteln.“ Das hat geklappt!

tik/apa

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