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„Scheiß-Millionäre!“ VfL-Fans stellen Profis zur Rede

Blockade am Marathon-Tor der Arena „Scheiß-Millionäre!“ VfL-Fans stellen Profis zur Rede

Wolfsburg. Jetzt ist das Maß endgültig voll und die Geduld der VfL-Fans am Ende! Nach der bitteren 1:2-Pleite des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten gegen Leverkusen äußerten am Samstag nach Abpfiff rund 250 Anhänger deutlich ihren Ärger.

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Hitziger Dialog: Mario Gomez (v., dahinter Paul Seguin) und Co. stellten sich den VfL-Fans vor dem Südwest-Marathontor der Arena.

Sie blockierten das Stadion-Tor 4, aus dem die Spieler kommen, und suchten den Dialog mit den Profis - ohne Ausschreitungen.

Wutentbrannt strömten die Fans nach Spielende zur Ausfahrt und warteten dort auf die Spieler. Zu groß war die Enttäuschung über das achte Spiel in der Liga ohne Sieg in Folge. Mit Gesängen wie „Wir haben die Schnauze voll!“ und „Scheiß Millionäre!“ drückten die Fans ihren Unwillen aus. Etwa eine halbe Stunde nach Spielschluss trat dann ein Großteil der Profis vors Tor - Dialog statt Konfrontation. Und das kam gut an und beruhigte die Gemüter ein Stück weit. Kapitän Diego Benaglio griff schließlich zum Megafon und fand deutliche Worte. „Für uns ist die Situation mindestens genau so beschissen wie für euch. Das könnt ihr mir glauben. Und ich verspreche euch, dass wir alles dafür tun werden, um schnellstmöglich da unten rauszukommen“, sagte der Torhüter.

Nach der bitteren 1:2-Pleite des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten gegen Leverkusen äußerten am Samstag nach Abpfiff rund 250 Anhänger deutlich ihren Ärger.

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Die Geduld und das Verständnis für den zum Großteil neu zusammengestellten Kader ist bei den Fans am Ende. Sie fordern Ergebnisse und Leidenschaft - so schnell wie möglich. Schon vor dem Spiel hängten die Anhänger im Stadion ein Banner mit dem Schriftzug „Schluss mit Durchhalteparolen - kämpft jetzt!“ auf. Ein Punktgewinn sprang trotzdem nicht heraus. Jetzt gingen die Fans einen Schritt weiter.

VfL-Manager Klaus Allofs hatte Verständnis. „Ich kann die Reaktion verstehen und finde sie positiv. Das zeigt das Herzblut des Vereins“, so der 59-Jährige, der in den kommenden Wochen aber wieder auf die Hilfe der Anhänger hofft: „Die Unzufriedenheit ist klar ausgedrückt worden. Wir brauchen die Unterstützung der Fans. Die Spieler haben verstanden, dass sichtbar etwas zurückgegeben werden muss.“

Auch Interimstrainer Valérien Ismaël konnte der Aktion etwas Positives abgewinnen: „Die Mannschaft ist bereit, die Kommunikation mit den Fans offenzuhalten. Dieses Zeichen war ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

mwe

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