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Schalke-Coach trauert Draxler hinterher

VfL Wolfsburg Schalke-Coach trauert Draxler hinterher

Wolfsburg. Schalkes Trainer André Breitenreiter hat seinen Unmut über den Last-Minute-Verkauf von Jungstar Julian Draxler an den Konkurrenten VfL Wolfsburg geäußert. Von Juventus Turin gibt es derweil scharfe Kritik an den Verhandlungsmethoden von Schalke 04.

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Schalkes André Breitenreiter zum Wechsel von Julian Draxler: „Wir haben unseren besten Spieler verloren."

Quelle: AFP PHOTO / RONNY HARTMANN

„Wir haben unseren besten Spieler verloren, die Qualität ist gesunken“, sagte der 41-jährige Chefcoach des Fußball-Bundesligisten am Mittwoch in Gelsenkirchen.  Draxler war am Montag für geschätzte 36 Millionen Euro Ablöse plus späterer erfolgsabhängiger Nachzahlungen in Höhe bis zu weiteren vier Millionen Euro von Schalke nach Wolfsburg gewechselt.

Breitenreiter hatte sich vor dem Transfers immer gegen einen Weggang des 21-Jährigen ausgesprochen und mit Draxler geplant.  „Ich bin bis zuletzt davon ausgegangen, dass er bleibt. Hätte ich am Donnerstag gewusst, dass er zum VfL Wolfsburg wechselt, dann wäre er nicht mitgefahren.“ Ausgerechnet bei den Niedersachsen hatte Schalke am vergangenen Freitag 0:3 verloren. 

Unterdessen ist Weltmeister Benedikt Höwedes am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Das teilte der Verein auf seiner Internetseite mit. Der Kapitän der Königsblauen hatte sich am 16. Mai im Heimspiel gegen den SC Paderborn eine schwere Sprunggelenksverletzung zugezogen und war seitdem ausgefallen.   „Es ist schön, wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen“, sagte Höwedes, der im besten Fall schon im nächsten Heimspiel der Gelsenkirchener am 13. September gegen den FSV Mainz 05 (17.30 Uhr) zur Verfügung steht.

Kritik aus Italien: "Schalke ein mysteriöser Verein"

Juventus Turins Manager Giuseppe Marotta hat den FC Schalke 04 nach dem geplatzten Wechsel von Fußball-Nationalspieler Julian Draxler scharf kritisiert. „Es gab objektive Schwierigkeiten bei Draxler, angefangen bei den Verhandlungen mit Schalke 04, ein mysteriöser Verein“, sagte er am Mittwoch. „Wir haben zurückgezogen, nachdem es eine übertriebene Forderung von 36 Millionen Euro gab, außerdem fehlte der Wille des Spielers.“

Der italienische Meister hatte wochenlang um den 21-Jährigen gebuhlt, jedoch ohne Erfolg. Draxler war stattdessen zum VfL Wolfsburg gewechselt.  

„Ich bin enttäuscht wegen des fehlenden Dialogs, nicht, weil der Spieler nicht zu uns gekommen ist“, sagte Marotta. Am Wochenende hatte er noch behauptet, die Verhandlungen über Draxler seien nie konkret gewesen. Den Kader des Champions-League-Finalisten hält Marotta trotz der Abgänge von Andrea Pirlo, Arturo Vidal und Carlos Tevez und zwei Liga-Niederlagen für stark genug. „Ich mache mir keine Sorgen um die Qualität, wir haben einen Kader mit Perspektive.“ 

Den französischen Mittelfeld-Star Paul Pogba hatte Marotta in diesem Jahr für unverkäuflich erklärt. „Wenn er weiter so spielt, werden 100 Millionen Euro Ablöse sicher nicht reichen“, sagte Marotta über Pogba, der unter anderem von Manchester City umworben worden war.

dpa

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