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Schäfer: „Das war beeindruckend“

WAZ-Interview Schäfer: „Das war beeindruckend“

Ein Transparent mit der Aufschrift „Ob Meisterschaft oder Abstiegskampf - dir gebührt ewig unser Dank! Für immer VfL, Danke Marcel“, dazu noch ein großes Jubel-Foto - diese Choreographie ging Marcel Schäfer unter die Haut. Die Fans hatten den Rekordspieler für sein 200. VfL-Spiel in der Fußball-Bundesliga, das er gegen 1899 Hoffenheim gemacht hatte, am Samstag beim Dortmund-Spiel hochleben lassen. Im Interview mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel spricht der Linksfuß über seine Emotionen und den VfL-Höhenflug.

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Stark! Für VfL-Rekordspieler Marcel Schäfer gab‘s am Samstag einen beeindruckende Fan-Choreographie in der Nordkurve.

Quelle: Imago 14997265

WAZ: Wussten Sie von der Choreographie?

Schäfer : Ganz ehrlich, ich habe nichts davon gewusst.

WAZ: Und wie war dann Ihre erste Reaktion?

Schäfer: Gänsehaut! Das war schon beeindruckend und für mich schwer in Worte zu fassen, was da in mir vorging. Denn das habe ich so noch nicht erlebt. Daher ist das schon eine besondere Ehre für mich.

WAZ: Und wie schwer fällt es einem dann, wenn man sich nach solch einer Choreo auf die Bank setzen muss?

Schäfer: Mein Ehrgeiz ist schon so groß, dass ich immer spielen möchte. Aber momentan spielt meine Situation eine untergeordnete Rolle. Priorität haben die Ziele des Vereins, da muss man seine eigenen Ansprüche etwas zurücknehmen. Am Ende durfte ich ja dann doch noch spielen - es war also alles gut.

WAZ: Warum läuft es plötzlich so richtig gut für den VfL?

Schäfer: Wir haben vor der Saison gesagt, wir wollen Konstanz reinkriegen - jetzt sind wir auf dem richtigen Weg. Kampf, Leidenschaft, Laufbereitschaft - wir setzen das um, was von uns erwartet wird, aber was wir auch von uns selbst erwarten.

WAZ: Spüren Sie auch einen anderen Zusammenhalt in der Mannschaft?

Schäfer: Wenn du Erfolge feierst, ist so etwas leicht zu sagen. Dann ist eben alles richtig, was du machst. Aber richtiger Zusammenhalt zeigt sich, wenn du aus schlechten Phasen herauskommst - und so eine Phase hatten wir.

WAZ: Sie denken an die Derby-Pleite gegen Braunschweig?

Schäfer: Ja. Wir haben es in der schlimmen Zeit danach hinbekommen, dass wir uns von Außen nicht so sehr unter Druck setzen lassen haben. Wir haben einfach nicht so viel an uns rankommen lassen. Das war gut und spricht für den Zusammenhalt der Mannschaft.

WAZ: Wird denn nach vier Siegen in Folge intern von Europa geträumt?

Schäfer: Nein! Es ist eine schöne Sache, jetzt viermal hintereinander gewonnen zu haben, aber wir haben erst den zwölften Spieltag hinter uns. Da macht‘s keinen Sinn über Europa oder sonst etwas zu reden. Es gibt aus meiner Sicht auch keinen Grund, jetzt irgendwelche Ziele herauszuposaunen.

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