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Salihamidzic im Interview

VfL Salihamidzic im Interview

Von seinen Kollegen wird Hasan Salihamidzic schon als Führungsspieler eingestuft. Einer der erfahrensten und erfolgreichsten ist der frühere Bayern-Spieler auf jeden Fall. Im Trainingslager-Talk in Österreich sprach Brazzo über seine ersten Wochen beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg.

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Er kennt offenbar keine Schmerzen: VfL-Neuzugang Hasan Salihamidzic macht trotz Arm-OP im Trainingslager in Österreich alle Übungen mit.

Quelle: Photowerk (bb)

WAZ: Sie haben 306 Bundesliga-Spiele, genauso viele wie Felix Magath. Ist es Ihnen unangenehm, dass Sie ihn jetzt überholen?
Salihamidzic: (lacht) Ehrlich? Der Trainer hat aber bestimmt mehr Tore...

WAZ: Sie kennen Magath noch von den Bayern und vom HSV. Welchen Eindruck macht er hier auf Sie?
Salihamidzic: Im Training ist er so wie damals; wir arbeiten sehr hart. Aber das ist genau das, was ich in Turin vermisst habe. Da ist wieder einer, der sagt, wo es langgeht, und alle folgen. Aber Magath hat sich auch verändert.

WAZ: Wie denn?
Salihamidzic: Er redet viel mehr, er geht auf die jungen Spieler ein. Ich will nicht sagen, dass er sich weiterentwickelt hat. Aber er hat sicherlich wichtige Erfahrungen gesammelt.

WAZ: Wie kommen Sie denn trotz des gebrochenen und geschienten Arms klar?
Salihamidzic: Ganz gut, die Ärzte sagten nach der OP, ich solle zwei Wochen nur laufen. Ich sagte Nein. Wir haben uns auf zwei Tage laufen geeinigt. Die ersten Tage waren schmerzhaft, aber ich habe mich an die Schiene gewöhnt.

WAZ: Nur Liegestütze können Sie nicht machen...
Salihamidzic: (lacht) Auf einem Arm vielleicht. Nein, ich bin ja nicht Rambo.

WAZ: Sie haben in München, Hamburg und Turin gelebt. Was halten Sie denn von Wolfsburg?
Salihamidzic: Der VfL ist ein erstaunlich großer Verein. Natürlich sind Bayern und Juve anders. Aber ich bin überrascht, wie gut alles in Wolfsburg organisiert ist.

WAZ: Und die Stadt?
Salihamidzic: Im Norden ist‘s immer schön. Meine Frau ist in Kiel geboren. Ich hatte in Hamburg eine tolle Zeit. Jetzt suchen wir gerade ein Haus in Wolfsburg, sind etwas unter Zeitdruck, weil die Kinder in die Schule müssen. Aber nach der Karriere geht’s wohl wieder zurück nach München.

WAZ: Sie sind 34. Beim VfL sind frischgebackene A-Jugend-Meister dabei. Können Sie mit denen mitreden?
Salihamidzic: (lacht) Ich habe ja drei Kinder. Meine Größte ist zehn. Also in Sachen aktuelle Musik weiß ich alles. Ich muss ja zu Hause auch ständig was runterladen. Wir haben schon Spaß.

Topfit: Der VfL Wolfsburg im Trainingslager in Österreich.

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WAZ: Und welcher der Jungs schafft den Durchbruch?
Salihamidzic: Fußballerisch sind alle gut, sie können auch laufen. Entscheidend ist, wer den Biss hat. Das müssen alle lernen. Aber Deutschland ist ein gutes Pflaster geworden.

WAZ: Wie meinen Sie das?
Salihamidzic: In Italien bekommt man als junger Spieler keine Chance; es sei denn, man ist ein Ausnahmetalent. Früher hatte man es als Jugendlicher auch in Deutschland schwerer. Aber jetzt sind die Jungen so stark. Dortmund macht es gerade vor. Und wir haben auch einige, die es schaffen können. Sie sind A-Jugend-Meister geworden, da müssen sie gut sein. Alles andere liegt an ihnen.

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