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Rappelt sich der VfL wieder auf?

VfL Wolfsburg Rappelt sich der VfL wieder auf?

Der VfL nach dem Pokal-Fiasko von Leipzig: Fans und Beteiligte rätseln noch immer, wie es zu solch einer Nicht-Leistung kommen konnte. WAZ-Sportredakteur Robert Schreier fragte gestern bei Marcel Schäfer, dem Kapitän des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, nach. Der stellte sich, ohne Ausreden zu suchen!

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Kapitän Marcel Schäfer beantwortet knallharte Fragen.

WAZ: Warum hat der VfL im Pokal so versagt?
Schäfer: Die Leistung, die wir abgeliefert haben, war katastrophal. Wir sind aufgetreten wie ein Haufen, der nicht weiß, was man als Team möchte. Jeder muss sich fragen, was das sollte.

WAZ: Wie kommt sowas?
Schäfer: Das war eine reine Einstellungssache. Vier Wochen lang machen wir es in der Vorbereitung wirklich gut. Da lobt uns der Trainer, was er sonst nur selten macht. Er war wirklich angetan von unserer Einstellung und der Kommunikation auf dem Platz. Doch schon gegen Villarreal gab es Warnsignale. Wir haben das aber auf die leichte Schulter genommen.

WAZ: Ist das ein Rückfall zu den Charakter-Problemen der Vorsaison?
Schäfer: Zu viele sind immer noch nicht kritikfähig. Wir müssen weiterhin lernen und verbessern, uns auf dem Platz und in der Analyse die Meinung zu geigen – und auch zuzuhören und nicht gleich eingeschnappt zu sein.

WAZ: Also sprechen Sie nicht genug miteinander?
Schäfer: Manchmal quatschen wir zu viel – oder wir machen es zum falschen Zeitpunkt. Wir sprechen nicht genügend, wenn es nötig ist; nämlich dann, wenn der Mitspieler auf dem Platz die Hilfe braucht.

WAZ: Ist das auch eine Frage von Qualität?
Schäfer: Ich denke, es liegt eher daran, dass wir nicht als Team auftreten.

WAZ: Der Trainer ändert jetzt das System und denkt über Neuzugänge nach...
Schäfer: Darüber braucht sich hier keiner zu wundern! Es wurde in den vergangenen Jahren rund um die Mannschaft viel erneuert. Jetzt denkt man über neue Spieler nach. Das ist der logische Schritt, wenn wir so einen Mist zusammenspielen. Man muss eben etwas ändern, wenn es nicht läuft. Der Trainer erhofft sich durch das neue System sicher, dass wir kompakter stehen und nicht so offen wie gegen Leipzig. Wir standen zu weit auseinander; nicht nur in der Abwehr.

WAZ: Sieht‘s gegen Köln auch so finster aus oder rappelt sich der VfL wieder auf?
Schäfer: So dürfen wir uns nicht präsentieren. Das hat VW nicht verdient; und unsere Fans auch nicht. Wir müssen zusehen, dass wir es besser machen.

WAZ: Und wie soll das klappen?
Schäfer: Indem wir diese Woche so trainieren, wie es sein muss und mit der richtigen Einstellung in Köln antreten. Wir dürfen nicht nur reden, sondern müssen auch machen und Verantwortung übernehmen. Dann gewinnen wir in Köln.

WAZ: Was macht Sie optimistisch?
Schäfer: Wir sind in Leipzig nach einem 0:2 zurückgekommen. Da muss irgendwas vorhanden sein, aus dem was machen kann. Es wäre nur schön, wenn man das auch von Anfang an sehen würde.

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