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Polter: Gegen den VfL spielt man nicht gern

VfL Wolfsburg Polter: Gegen den VfL spielt man nicht gern

Nachdem er in der vorigen Saison nach Nürnberg ausgeliehen war, wollte Sebastian Polter wegen des Überangebots an Stürmern im Sommer nicht zum VfL zurückkehren und wechselte nach Mainz. Dort half er beim lupenreinen Saisonstart mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen. Am Samstag empfängt der 22-Jährige mit den Rheinhessen seinen Ex-Klub Wolfsburg – und sprach mit der WAZ zuvor über...

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Vergangenheit: Sebastian Polter beim VfL Wolfsburg.

...seine Eingewöhnung in Mainz: „Ich bin ein recht anpassungsfähiger Typ, aber ich muss jetzt nicht in jedem Sommer den Verein wechseln. In Mainz bin ich gut aufgenommen worden, aber spielerisch musste ich mich umstellen. In Nürnberg haben wir sehr defensiv gespielt, hier ist alles auf Offensivfußball und Gegenpressing ausgelegt. Ich denke aber, dass ich das gut hinbekommen habe.“

...seine Ziele in Mainz: „Ich glaube nach wie vor, dass der Wechsel der richtige Schritt war. Mainz‘ Trainer Thomas Tuchel kann junge Spieler voran bringen. Er hat Adam Szalai, André Schürrle und Lewis Holtby in die europäische Klasse geführt und macht das gerade mit Nicolai Müller genauso. In den nächsten zwei, drei Jahren möchte ich das vielleicht auch schaffen.“

...die Form der Mainzer: „Dass wir mit zwei Siegen gestartet sind, ist kein Zufall. Wir haben eine sehr gute Vorbereitung gespielt, uns schnell zusammengefunden und harmoniert. Wir hatten in der Sommerpause gute Ergebnisse bei den Tests und nun auch gute Pflichtspiele, wobei da noch nicht alles geglänzt hat.“

...die Sturm-Lage beim VfL: „Natürlich verfolge ich, was in Wolfsburg passiert. Bas Dost und Patrick Helmes verletzt – da stellt man sich schon mal vor, dass man ins Team hätte rutschen können. Aber ich hatte für mich im Sommer gemerkt, dass ich aus Wolfsburg raus muss, um den nächsten Schritt zu machen. Ich bin dankbar für die erste Bundesliga-Erfahrung, die ich durch den VfL haben durfte, aber ich trauere keiner Chance nach.“

...das Wiedersehen mit dem VfL: „Es geht gegen die alte Heimat, das ist das i-Tüpfelchen auf ein Bundesliga-Spiel, auf das ich mich sowieso immer freue. Ich kenne viele VfL-Spieler, dazu Trainer Dieter Hecking und seinen Co Dirk Bremser – da will ich eine besondere Leistung zeigen und die drei Punkte noch mal mehr zu Hause behalten.“

...die Stärke des VfL: „Mit Hecking und Klaus Allofs ist Ruhe reingekommen. Ich glaube, es hat der Mannschaft sehr gut getan, dass viele Spieler gegangen sind. Jetzt ist der Kader sehr stark, mit Luiz Gustavo ist ein internationaler Klassemann dazu gekommen. Die Qualität der Mannschaft hat man gegen Schalke gesehen. Wolfsburg ist ein Gegner, den man nicht gern bespielt. Spaß macht es gegen Naldo, Diego, Perisic und die anderen jedenfalls nicht.“

...das Mainzer Interesse an seinem Kumpel Ja-Cheol Koo: „Wir haben immer mal wieder Kontakt, zuletzt haben wir uns zu den Siegen am vergangenen Wochenende beglückwünscht. Außerdem hatte sich Koo mit unserem Südkoreaner Park neulich in Frankfurt getroffen. Dass Koo Qualität hat, sieht man. Dass ihn der VfL deshalb behalten will, ist ärgerlich für uns.“

...sein VfL-Herz: „Sechs Jahre in Wolfsburg, da bleibt immer etwas hängen. Ich bin dem Verein dankbar. Das vergisst man nicht – und man schmeißt auch keine Erinnerungen weg. In Mainz habe ich noch VfL-Wolldecken, falls es im Garten etwas frischer wird. Manchmal ziehe ich noch meine kurze VfL-Hose an. Aber die Leidenschaft ist natürlich jetzt für Mainz da. Dahinter stehen  mein Kampf und mein Herz.“

rs

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