Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Polak: Wir sind nicht die Sch...-Millionäre

VfL Wolfsburg Polak: Wir sind nicht die Sch...-Millionäre

Er ist der Haudegen im VfL-Mittelfeld, an Einsatz lässt es Jan Polak nie mangeln. Außerhalb des Platzes ist der Tscheche indes ein Leisetreter. Doch nach der Derby-Blamage und der Leidenschafts-Kritik an den Wolfsburger Bundesliga-Fußballern redet er nun Tacheles: „Wir hören immer, dass wir nur die Scheiß-Millionäre sind. Nein! Das sind wir nicht.“

Voriger Artikel
De-Bruyne-Berater: Wir reden mit Allofs, wenn...
Nächster Artikel
Schweiz-Duo darf ein bisschen feiern

Die Vorwürfe hört Polak nicht zum ersten Mal. Und sie schlagen dem Routinier ziemlich auf den Magen. „Es heißt immer, in Wolfsburg sind nur die Spieler, die Geld verdienen wollen - ein bisschen Fußball spielen, ansonsten haben sie viel Spaß. Das Klischee nervt mich unheimlich“, sagt Polak. Er stellt klar: „Natürlich bekommt man hier vielleicht ein bisschen mehr Geld, wenn man einen Vertrag unterschreibt. Aber was kommt danach? Dann hat man die gleiche Situation wie in Anderlecht oder Nürnberg, wo ich schon gespielt habe. Dann muss und will man Leistung bringen für dieses Geld. Man hat dann eine Verpflichtung - auch Volkswagen gegenüber.“

Und das mache den Standort Wolfsburg so speziell. Polak: „Es ist etwas Besonderes hier. Jeder weiß, dass VW im Hintergrund ist. Deshalb holt der VfL viele gute Spieler und zahlt vielleicht etwas mehr. Das Geld wird einem angeboten, man nimmt es sich ja nicht einfach. Aber damit haben wir dann auch eine besondere Verantwortung.“

Vielleicht sind Beschimpfungen im sportlichen Misserfolg dann einfacher. „Immer wieder diese Vorwürfe zu hören, ist nicht gut für den Kopf. Wir sind nicht die Scheiß- Millionärs-Truppe. Wir sind da, um Leistung zu bringen. Dass wir gegen Braunschweig verloren haben, das lag doch nicht am Geld. Das lag einzig und allein daran, dass wir schlecht gespielt haben“, so Polak, der eine deutliche Entwicklung weg von den typischen VfL-Klischees sieht: „Wenn wir das Derby gewonnen hätten, dann würde uns keiner nach Leidenschaft fragen...“

rs

Voriger Artikel
Nächster Artikel