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Poker oder Einsicht? Allofs schlägt das Transferbuch zu

VfL Wolfsburg Poker oder Einsicht? Allofs schlägt das Transferbuch zu

Der VfL hat den Kampf um Breel Embolo aufgegeben - zumindest vorerst. Und Klaus Allofs, Manager der Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, kündigte an, dass neben Bruno Henrique von Goiás EC kein weiterer Angreifer bis zum Transferschluss am Montag mehr verpflichtet wird.

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Jetzt ist der Wechsel vertagt: Breel Embolo bleibt erstmal in Basel.

Quelle: imago sportfotodienst

„Bei Embolo haben wir uns bemüht, das hat aber nicht funktioniert“, so Allofs gestern, „und das wird auch nicht funktionieren“, zumal dessen Klub FC Basel auch mit einer Erhöhung des Ablöseangebots nicht zu locken sei. 28 Millionen Euro betrug die letzte VfL-Offerte, Basel-Präsident Bernhard Heusler lehnte ab. Allofs: „Das ist kein Taktieren der Baseler. Das können wir ad acta legen.“

In Gesprächen bleiben Allofs und der FC Basel dennoch - um möglichst schnell einen Transfer für den Sommer einzutüten. „Der Spieler hat sich erklärt, er möchte zum VfL Wolfsburg kommen“, so Allofs - obwohl Embolo (Vertrag in Basel bis 2019) auch bei mehreren englischen Top-Klubs auf der Liste steht. Allofs: „Nicht alle wollen in die Premier League. Die Bundesliga ist weiterhin attraktiv für junge Spieler. Ich sehe gute Chancen für uns. Es gibt viele Dinge, die dafür sprechen, dass es funktionieren kann.“

Henrique, dessen Verpflichtung gestern offiziell bestätigt wurde, bleibt also zunächst der einzige Sturm-Neuzugang. „Das ist abgeschlossen, ja“, sagte Allofs gestern. Und wenn Henrique nicht geklappt hätte, dann wäre „eben kein Stürmer gekommen“, so der VfL-Manager. „Wir sind da nicht in einer Notsituation.“

Ob der Allofs damit das Transferbuch wirklich zugeschlagen hat, bleibt aber abzuwarten. In den vergangenen beiden Transferperioden musste Wolfsburgs Manager in den letzten Stunden vor Ende der Wechselfrist scheinbar festgefügte Aussagen (André Schürrle kommt nicht, Kevin De Bruyne bleibt zu 99,9 Prozent) wieder revidieren. Das Transferbuch jetzt öffentlich zuzuschlagen, kann auch Teil des Pokerspiels sein - denn je händeringender der VfL sucht, desto eher steigen die Preise. Möglicherweise ist aber auch die Einsicht da, dass der Markt wirklich nichts hergibt - und der VfL seine Millionen lieber für einen vernünftigen Sommer-Einkauf spart.

apa

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