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Pfiffe für Draxler: „Froh, dass es vorbei ist“

VfL Wolfsburg Pfiffe für Draxler: „Froh, dass es vorbei ist“

Immer, wenn er den Ball hatte, wurde es laut: Für VfLer Julian Draxler war‘s beim 0:3 am Samstag die erwartet unschöne Rückkehr nach Schalke.

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Von den Fans gab‘s Pfiffe: Doch seine ehemaligen Mitspieler begrüßten Julian Draxler (2. v. l.) freundlich.

Quelle: imago sportfotodienst

In seinem ehemaligen Wohnzimmer gab‘s zwar auch ein paar positive Plakate, aber vor allem laute Pfiffe für den Mittelfeldspieler, der im Sommer von den Königsblauen zum Wolfsburger Fußball-Bundesligisten gewechselt war.

14 Jahre lang hatte Draxler auf Schalke gespielt. „Wenn man nach Hause kommt und so empfangen wird, ist das nicht schön“, sagt der 22-Jährige, der sich neben den Pfiffen auch einige unflätige Gesänge aus der Schalker Nordkurve anhören musste. „Ich wusste ja, was mich erwartet“, erklärt der Mittelfeldspieler. Ganz ausblenden könne man so etwas nicht, denn „Fußball-Profis sind auch Menschen. Dass einen das berührt, ist doch keine Frage.“ Unterm Strich habe sich jedoch alles im Rahmen gehalten, sagt Draxler selbst, „und ich habe auch einige Plakate gesehen, auf denen mir viel Glück gewünscht wurde“.

So sah‘s auch Klaus Allofs. Der VfL-Manager erklärte: „Ich finde, dass sich die meisten Leute anständig verhalten haben. Dass es immer eine Minderheit gibt, die pfeift, wissen wir.“ Trainer Dieter Hecking sah‘s ganz ähnlich: „Es war ja nicht so extrem, wie man es im Vorfeld vermuten konnte.“

Dennoch war Draxler „froh, dass die Partie vorbei ist. Ich hätte mir ein besseres Spiel gewünscht“, so der Nationalspieler, der vor den Augen seiner Familie unter seinen Möglichkeiten spielte. Zu allem Überfluss brauchte er bei der Dopingprobe zu lange, verpasste die Abfahrt des Buses und musste mit Doc Gunter Wilhelm im Auto zurückfahren. Draxler: „Früher habe ich nur zehn Minuten von der Arena entfernt gewohnt...“

tik/eh

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