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Oster-Donnerwetter weckt müden VfL auf

VfL Wolfsburg Oster-Donnerwetter weckt müden VfL auf

Dass der VfL schönen Fußball spielen kann, ist mittlerweile klar. Am Ostersamstag aber beeindruckte er durch eine möglicherweise viel wichtigere Qualität: Abgezockt und mit am Ende fast schon beängstigender Souveränität besiegte Wolfsburgs Fußball-Bundesligist das Schlusslicht VfB Stuttgart mit 3:1 (1:1).

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Wichtiger Sieg: Die beiden Verfolger gewannen auch, der VfL zementierte mit dem 3:1 gegen Stuttgart den zweiten Tabellenplatz.

Quelle: dpa / Steffen

Die Treffer vor offiziell 30.000 Zuschauern erzielten Ricardo Rodriguez (Elfmeter und Freistoß) und André Schürrle.

Dass es am Ende so souverän war, ist vor allem angesichts der schwachen ersten VfL-Hälfte beeindruckend. Lange fanden die Wolfsburger im Spielaufbau nicht das richtige Maß; ging‘s schnell nach vorn, waren die Pässe zu unpräzise; gab‘s einen sicheren Spielaufbau, war alles viel zu langsam. Und hinten war‘s wackelig, weil mit Josuha Guilavogui und Naldo gleich zwei der sonstigen Defensiv-Säulen einen schlechten Tag erwischt hatten.

Kurzum: Als es in die Kabine ging, war die Laune von Trainer Dieter Hecking ehe karfreitagsmäßig als österlich. „Ich war so maßlos sauer, wie ich lange nicht mehr sauer war“, gab der Coach hinterher zu. „Wir haben uns einlullen lassen von den ganzen positiven Geschichten über uns. Ich hatte vorm Spiel gesagt, dass es nur darum geht zu gewinnen – das hat die Mannschaft wohl zu wörtlich genommen.“

Zur Führung hatte der müde VfL einen umstrittenen Elfer gebraucht, beim Ausgleich pennten Naldo und Rodriguez. Die besseren Chancen hatte Stuttgart – Stoff fürs Oster-Donnerwetter hatte Hecking genug. Und seine Mannschaft hatte offenbar zugehört: Nach dem Seitenwechsel sah das Spiel endlich so aus, wie man es sich vorstellt, wenn der Zweite den Letzten empfängt. Einen Letzten, der zunehmend mutlos wurde, und der nichts entgegenzusetzen hatte, als Hecking mit Schürrle und Ivan Perisic sein Flügelspiel renovierte.

„Wolfsburg konnte eine Schippe drauflegen, wir leider nicht“, seufzte VfB-Trainer Huub Stevens nach dem Spiel. Und genau darum stehen beide Teams da, wo sie stehen.

apa

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VfL Wolfsburg
Ein Herz hin, ein Herz zurück: André Schürrle freut sich zusammen mit Freundin Montana Yorke (l.) über sein erstes VfL-Tor, auch Papa Joachim (M.) ist zufrieden.

Das ganze Stadion jubelte mit ihm: Winter-Neuzugang André Schürrle hat sein erstes Tor für den VfL erzielt, traf am Samstag beim 3:1 des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten gegen den VfB Stuttgart zum Endstand. Jetzt darf er sich Hoffnung machen, heute im Pokal-Viertelfinale gegen Freiburg (19 Uhr) einen Startelf-Platz zu ergattern.

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