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Olic über seinen Oldie-Rekord

WAZ-Interview Olic über seinen Oldie-Rekord

Mit einem kaputten Fuß gegen Kamerun getroffen - 4393 Tage nach seinem ersten WM-Tor (bei der Weltmeisterschaft 2002) durfte Ivica Olic endlich wieder jubeln. Der Tor-Opa des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg kann mit Kroatien am Montag ins Achtelfinale einziehen. Im Interview mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel sprach der Stürmer über seine Verletzung, den Ärger vorm Kamerun-Spiel und seinen Rekord.

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VfL-Opa: Ivica Olic will mit Kroatien ins Achtelfinale stürmen, beim 4:0 gegen Kamerun hatte er getroffen.

WAZ: Beim 4:0 haben mit Ivan Perisic und Ihnen zwei VfLer getroffen, dazu mit Mario Mandzukic noch ein Ex-VfLer - wurde Kamerun von Wolfsburg besiegt?

Olic: (lacht) Ja, die Wölfe haben Kamerun besiegt - so kann man das sagen. Ivan hat eines seiner besten Spiele für die Nationalmannschaft gemacht. Mario hat zweimal getroffen - das war schon klasse.

WAZ: Sie haben das Schützenfest eröffnet und Ihren Trainer Niko Kovac als ältesten kroatischen Torschützen bei einer WM abgelöst. Was bedeutet Ihnen das?

Olic: Ich habe Niko vorm Spiel gesagt: ,Heute mache ich ein Tor.‘ Ich trage die Nummer 18, es war das 18. Spiel dieser WM, das am 18. Juli um 18 Uhr Ortszeit in Brasilien angepfiffen wurde. Jetzt habe ich diesen Oldie-Rekord. Ich bin nicht traurig darüber, aber so richtig freuen kann ich mich auch nicht.

WAZ: Kovac hat gesagt, dass Sie keine 34 Jahre alt sind, sondern erst 29...

Olic: Das hört man gern. Aber ich muss sagen: Das Klima beim Spiel gegen die Kameruner in Manaus war brutal. Ich habe in meiner Karriere schon viel erlebt, aber so etwas noch nie. Es geht nicht so sehr um die Temperaturen, sondern um die Luftfeuchtigkeit. Nach einem Sprint braucht man einfach länger, um zu regenerieren. Ich wundere mich, dass diese Stadt als Spielort gewählt wurde.

WAZ: Wie geht es eigentlich Ihrem Fuß?

Olic: Sie kennen mich doch, das wird schon wieder. In ein, zwei Tagen ist wieder alles klar. Ich bin am Tag des Spiels aus dem Bad raus. Als ich die Glastür aufgemacht habe, ist sie in tausend Stücke zersplittert. Überall lag Glas, eine Scherbe hat mich erwischt. Ich musste unterm Fuß genäht werden. Im Nachhinein muss man sagen, dass ich Glück hatte und mich nicht noch schlimmer verletzt habe.

WAZ: Vorm Spiel gab‘s eine Menge Unruhe, es gab Nacktfotos von einigen Ihrer Teamkollegen am Pool zu sehen. Daraufhin folgte ein Medien-Boykott.

Olic: Das war alles ein bisschen zu viel, was da gelaufen ist. Die Jungs waren vorher in der Sauna und sind dann in einen Whirlpool gestiegen. Das alles passierte in unserem Mannschafts-Hotel. Ich habe mich geärgert, als ich die Fotos gesehen habe, und hatte Glück, dass die nicht einen Tag früher entstanden sind. Dann wäre ich womöglich auch drauf gewesen. Aber jetzt ist alles ausgeräumt, wir reden wieder mit unseren Journalisten.

WAZ: Am Montag geht‘s gegen Mexiko ums Achtelfinale - schafft Kroatien den Einzug in die nächste Runde?

Olic: Unser Auftakt war unglücklich, aber jetzt sind wir wieder drin im Turnier. Die Mexikaner haben eine gute Mannschaft, aber ich gehe davon aus, dass uns der Sieg gegen Kamerun so viel Schub gibt, dass wir weiterkommen.

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