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Olic im Feuer: „Ich hatte Angst“

VfL Wolfsburg Olic im Feuer: „Ich hatte Angst“

Schlimme Prügel-Szenen auf der Tribüne, Feuerwerkskörper auf dem Platz - und mittendrin zwei Profis des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg: Ivan Perisic, der beim 1:1 in der EM-Quali für Kroatien in Italien traf, und Ivica Olic, der sein 100. Länderspiel machte. Aber dieses Jubiläum rückte in den Hintergrund, denn Olic sagt: „Ich hatte Angst um meine Freunde und meine Familie.“

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Schlimme Szenen in San Siro: Kroatische Fans hatten beim Spiel in Mailand Feuerwerkskörper auf den Rasen geworfen, VfL-Stürmer Ivica Olic (r.) hatte Angst um Freunde und Familie.

Das Länderspiel im altehrwürdigen San Siro in Mailand entwickelte sich zum Skandalspiel: In der Schlussphase flogen etliche Bengalos auf den Rasen, das Spiel wurde für gut zehn Minuten unterbrochen, Chaoten prügelten sich mit der Polizei, das Spiel stand sogar kurz vor dem Abbruch. „Wir kontrollieren die Partie, die Atmosphäre war unglaublich, es war ein geiler Abend - und dann passiert das“, sagt Olic fassungslos und ärgert sich: „Die Leute, die das gemacht haben, haben eher den Italienern geholfen und nicht uns. Denn die Italiener waren langsam müde.“

Angst um sich selbst habe er nicht gehabt, aber Olic dachte in dem Moment, in dem ein normales Fußballspiel zum Skandalspiel wurde, an seine Freunde und seine Familie. „Mein Bruder und ein paar Freunde von uns standen im Unterrang, als über ihnen plötzlich Bengalos gezündet wurden. Ein Bengalo ist nur knapp neben ihm gelandet“, schildert der VfL-Torjäger.

Ob das Endergebnis jetzt so gewertet wird, ist unklar. Die UEFA wird nach den Bengalo-Attacken ermitteln. Und beide Verbände müssen mit harten Strafen rechnen: Kroatien drohen angeblich Geisterspiele, Italien eine saftige Geldstrafe wegen der ungenügenden Einlasskontrollen. Olic: „Mal schauen, was in den nächsten Tagen passiert. Ich gehe davon aus, dass beide Verbände Geldstrafen bekommen.“

eh

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