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Olic: „Der Spaß auf dem Platz fehlt“

VfL Wolfsburg Olic: „Der Spaß auf dem Platz fehlt“

Weil er schon an die Zeit nach der Karriere dachte, wechselte Ivica Olic im Januar vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg zu seinem Ex-Klub HSV. Dort steckt er seitdem mitten im Abstiegskampf. Im Spiel heute gibt‘s ein Wiedersehen mit den alten Mannschaftskollegen. WAZ-Sportredakteur Andreas Pahlmann sprach mit dem 35-Jährigen.

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Vor dem Wiedersehen: Ivica Olic im WAZ-Interview

Quelle: Roland Hermstein

WAZ: Herr Olic, Sie sind ein gefragter Mann in dieser Woche...
Olic: Ja, es war ein bisschen Stress. Den Umzug hatten wir auch noch zu bewältigen.

WAZ: Erst jetzt? Sie sind ja schon seit Januar beim HSV.
Olic: Wir haben die Osterferien abgewartet, da ist der Schulwechsel für die Kinder einfacher.

WAZ: Wohl auch einfacher als Ihre Situation beim HSV - wie oft sind Sie in dieser Woche gefragt worden, ob sie den Wechsel bereuen?
Olic: Oft. (lacht) Das ist okay, das ist ja Ihr Job. Aber ich bereue nichts. Ich möchte mit meiner Familie nach der Karriere in Hamburg leben, im Januar war die Chance da, zum HSV zu wechseln - und ich bin nicht mehr in einem Alter, in dem ich sagen kann: Die Chance kommt bestimmt nochmal.

WAZ: Seit Sie da sind, gab‘s sechs Niederlagen in zehn Spielen und einen Trainerwechsel...
Olic: Ja, so schwierig hatte ich es mir ehrlich gesagt nicht vorgestellt. Nachdem ich eine Woche hier war, habe ich zu Freunden gesagt: Leute, das wird noch verdammt schwer in dieser Saison. Dabei haben diese Stadt und diese Fans eigentlich mehr verdient als Abstiegskampf.

WAZ: Woran liegt‘s, dass es nicht mehr wird?
Olic: Wenn man wie der HSV drei Jahre lang immer unten steht, ist das irgendwann auch eine Frage der Qualität. Und damit meine ich nicht die Qualität der Einzelspieler, die ist gut - aber die Chemie der Mannschaft ist nicht optimal. Ein bisschen ist es so wie vor zweieinhalb Jahren in Wolfsburg: Gute Leute, aber zusammen funktioniert es nicht. Beim VfL wurde das dann nach und nach aufgebaut. Das kann hier in Hamburg auch klappen, aber das braucht Zeit. Als erstes müssen wir den Spaß am Fußball wiederfinden, der zuletzt auf dem Platz fehlte. Denn nur mit Spaß bekommst du Selbstvertrauen, nur mit Selbstvertrauen gewinnst du Spiele.

WAZ: Sie warten auch noch auf Ihr erstes Tor. Nagt das?
Olic: Ach, ich hätte gern in den ersten Spielen gleich ein Tor gemacht. Aber wir kreieren wenig Chancen. Es ist ja nicht so, dass ich in jedem Spiel vier oder fünf Möglichkeiten vergebe. Wenn das so wäre, würde ich mir Vorwürfe mache.

WAZ: Und wie sehen Sie den VfL?
Olic: Ich freue mich, dass es so gut läuft. Und ganz ehrlich: Dass ich Teil der Entwicklung sein durfte, die der VfL gerade nimmt, macht mich immer noch glücklich und stolz.

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