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Nordkurve: „Die Stimmung war schon mal besser...“

Ultras kamen mit leichter Verzögerung zum Spiel Nordkurve: „Die Stimmung war schon mal besser...“

VfL gegen Darmstadt - es war das Spiel eins nach den Maßnahmen von Verein, Stadt und Polizei gegen Wolfsburger Ultra-Gruppen. Als Reaktion auf die Pyro-Attacken am 1. März in Hannover waren am Samstag unter anderem Blockfahnen verboten.

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Ein paar Minuten lang gab‘s leere Plätze: Die Nordkurve am Samstag zum Anpfiff gegen Darmstadt.

Quelle: Photowerk (bb)

Die Ultraszene hatte daraufhin dazu aufgefordert, kleinere Fahnen mitzubringen, einige hatten - wohl als ironische Reaktion - besonders kleine Fahnen dabei. Die Stimmung in der Nordkurve war am Anfang verhalten, viele Fans dort nahmen ebenso wie der Mann am Megaphon die Plätze mit kleiner Verspätung ein. Dass die Stimmung auch anschließend nicht überkochte, lag wohl vor allem am Spiel, Manager Klaus Allofs jedenfalls fand‘s „nicht so dramatisch“, denn: „Zum Schluss haben uns die Fans sogar noch geholfen, einen kleinen Endspurt hinzulegen. Fans, Spieler, Verantwortliche - wir sind ja alle unzufrieden.“

Und wie sahen die „Nicht-Ultras“ in der Nordkurve die Stimmung? Die WAZ hat sich umgehört: „Die Stimmung war schon mal besser - was aber auch am Spielverlauf lag“, meinte Silke Töpel (21) aus Meinersen. „Von den Einschränkungen durch den Verein halte ich gar nichts, weil ich gegen Kollektivstrafen bin.“ Daniel Altmann (19) aus Göttingen sah es so: „Die Stimmung war deutlich unter dem Wolfsburger Durchschnitt, von der Singing Area im Oberrang kam - wie nach den Sanktionen zu erwarten war - nicht viel. Dass es Restriktionen geben würde, war klar - und dass Pyro verboten ist, ist auch richtig. Den Umfang und die einzelnen Punkte an sich sehe ich teilweise aber sehr kritisch.“ Für Hanna Druschke (18) aus Woltorf hatten die Sanktionen gegen die Ultra-Gruppen „keinen Einfluss auf die Stimmung“, dennoch seien sie „hart und unfair“. Ähnlich empfand es Anne Berghoff (36), VfL-Fan aus Karlsruhe: „Die Vorkommnisse in Hannover sollten Konsequenzen nach sich ziehen - aber bitte angemessen, tatbezogen und nur für die daran Beteiligten. Unter einem solchen Verbot leidet die Stimmung.“

ant

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