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Nicht souverän: Stark haut wortlos ab

VfL Wolfsburg Nicht souverän: Stark haut wortlos ab

Der Abgang war so wenig souverän wie seine Leistung beim Spiel zuvor: Auf dem Rücksitz einer Limousine verließ Wolfgang Stark am Samstag die Schalke-Arena, zuvor hatte er mitteilen lassen, für Interviews nicht zur Verfügung zu stehen. Was schade war - denn wie so oft, wenn Schiedsrichter Stark ein Wolfsburger Spiel in der Bundesliga pfeift, gab‘s auch auf Schalke eine Menge Gesprächsbedarf.

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Redebedarf: VfL-Trainer Dieter Hecking nach dem Abpfiff mit dem Schiri-Gespann um Wolfgang Stark (2. v. r.).

Zweimal lag Stark eklatant daneben - bei dem Foul von Felipe Santana vor der Roten Karte gegen Daniel Caligiuri (siehe oben) und beim elfmeterreifen Foul von Maxi Arnold gegen Jefferson Farfan. Spielentscheidend war vor allem die Situation, die in den Platzverweis mündete.

„Da kann man als Schiedsrichter auch mal weghören“, appellierte VfL-Trainer Dieter Hecking an Starks Fingerspitzengefühl, das dem Mann aus Ergolding allerdings schon zuvor abhanden gekommen war. Allzu einseitig war seine Bewertung bei Zweikämpfen, gleich drei VfLer sahen schnell Gelb, während Chinedu Obasi nach ähnlichen Fouls zweimal ungeschoren davonkam.

Stark und der VfL - das ist seit über 13 Jahren eine unglückliche Beziehung. Im November 2000 klärte der Cottbuser Vasile Miriuta einen Schuss mit der Hand hinter der Linie, Stark gab weder Tor noch Elfer. Weiter ging‘s mit umstrittenen Platzverweisen gegen Maik Franz (zweimal in Spielen gegen den HSV), nicht gegebenen Toren (Pokal-Halbfinale 2007 gegen Stuttgart, Marcelinho stand nicht im Abseits), brutalen Tritten ohne Folgen (Hannovers Constant Djakpa 2010 gegen Diego) und umstrittenen Gegentoren - das letzte im November 2010, als der VfL ein spätes 2:2 kassierte, Stark dabei ein Handspiel des Schützen übersah. Der hieß übrigens Klaas-Jan Huntelaar und spielte für Schalke 04.

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