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Naldo: „Wir haben genug geredet“

VfL Wolfsburg Naldo: „Wir haben genug geredet“

Nur fünf Punkte nach fünf Spielen - den Start in die neue Saison hat der VfL verpatzt. Heute (18.30 Uhr) muss im Nord-Duell mit Werder Bremen ein Sieg her. Warum läuft es bei Wolfsburgs Fußball-Bundesligist noch nicht? Im Interview mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel spricht VfL-Abwehrchef und Ex-Bremer Naldo Klartext.

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So kann es laut Naldo (l.) nicht weitergehen: Die VfL-Profis (im Hintergund v. l.) Benaglio, Gustavo, Rodriguez und Jung nach dem enttäuschenden 0:1 am Mittwochabend in Berlin.

Quelle: cp24

WAZ : Sie waren nach dem 0:1 in Berlin total sauer. Haben Sie sich mittlerweile beruhigt?
Naldo : Noch nicht ganz, weil wir immer wieder einen Fehler drin haben, der zu einem Gegentor führt. Uns fehlt die Konstanz - und das ist kein neues Problem bei uns.#

WAZ : Ist es mal Zeit für eine Aussprache?
Naldo : Reden ist wichtig, aber wir haben zuletzt genug geredet. Jetzt müssen wir es mal auf dem Platz zeigen. Wir wollen endlich mal wieder zu Null spielen - aber das geht nicht, wenn wir weiterhin solche Fehler machen.

WAZ : Was sind die Gründe für die Fehler?
Naldo : Schwer zu sagen. An den englischen Wochen liegt es nicht, wir sind alle fit. Wir denken offenbar manchmal auf dem Platz: Wir haben alles im Griff. Aber das ist nicht so. Du musst in jedem Zweikampf mit 100 Prozent bei der Sache sein. Das muss rein in die Köpfe. Das muss jeder kapieren und es gegen Bremen zeigen und damit ein Zeichen setzen. Ich denke auch an unsere Fans.

WAZ : Wie meinen Sie das konkret?
Naldo : Ich fand, dass die Unterstützung zuletzt richtig gut war - auch bei der Niederlage in Everton. Wir haben jetzt drei Heimspiele in Folge. Es wird Zeit, den Fans Siege zu schenken. Eine bessere Möglichkeit wie in dieser Heimspiel-Woche gibt es fast nicht.

WAZ : Die Saison ist noch jung, aber machen Sie sich nach der geringen Punkteausbeute Sorgen um die Saisonziele?
Naldo : Nein, noch ist nichts in Gefahr. Aber wir sollten jetzt den Schalter umlegen. Denn die Mannschaften, mit denen wir uns messen wollen, haben schon mehr Punkte als wir.

WAZ : Machen Sie sich eigentlich Sorgen um Ihren Ex-Verein Werder Bremen, der noch ohne Sieg ist?
Naldo : Nein, sie haben einen guten Kader, werden da unten wieder herauskommen. Werder ist trotzdem eine gefährliche Mannschaft. Sie stehen in diesem Spiel ebenfalls unter Druck. Ich erwarte, dass wir Leidenschaft zeigen und beweisen, dass wir bereit sind, dieses Spiel gewinnen zu wollen.

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„Wir treffen zu oft die falschen Entscheidungen“ sagte VfL-Trainer Dieter Hecking nach dem 0:1 bei Hertha. Ein Beispiel aus dieser Partie veranschaulicht das Problem (Erläuterung unten).

Das Spiel am Mittwoch in Berlin zeigte überdeutlich, was beim VfL (noch) schiefläuft: Offensiv klappt‘s nicht, Wolfsburgs Fußball-Bundesligist strahlt viel zu wenig Gefahr vorm gegnerischen Tor aus. Heute (18.30 Uhr) gegen Werder Bremen muss der VfL einen Pflichtsieg einfahren - und dazu braucht er Torgefahr.

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