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Naldo: „Ich bin besser als in Bremen“

VfL Wolfsburg Naldo: „Ich bin besser als in Bremen“

Häufig war es zuletzt so, dass Naldo in der Vorbereitung etwas brauchte, um in Fahrt zu kommen. In diesem Jahr ist das anders. Warum das so ist und warum er jetzt noch mehr Chef auf dem Platz ist – das verrät der Abwehrboss im Interview mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel.

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In toller Frühform: Wolfsburgs Abwehrchef Naldo braucht in dieser Vorbereitung erstaunlich wenig Anlaufzeit. Im WAZ-Interview erklärt er, warum das so ist.

WAZ : Naldo, wie weh tun die Beine nach dem Trainingslager?
Naldo : Sie sind müde.

WAZ : Schlafen Sie in den Trainingslager-Tagen so viel wie nie?
Naldo : (lacht) Nein, ich lege mich in kaltes Wasser, gehe in die Sauna oder in den Pool, damit ich sofort regenerieren kann.

WAZ : Sie sind in den Vorbereitungen eher immer ein Spätstarter gewesen, in diesem Jahr ist‘s anders.
Naldo : Das stimmt, mein Laktatwert ist genauso gut wie im Dezember. Es war sehr wichtig für mich, dass unser Fitnesstrainer Oliver Mutschler im Urlaub zu mir nach Brasilien gekommen ist. Er weiß, was ich brauche.

Das war‘s schon wieder: Nach sieben Tagen hat der VfL am Freitag seine Zelte im schweizerischen Bad Ragaz abgebrochen, startete gleich zum Telekom-Cup nach Hamburg durch. Im WAZ-Bilderbogen gibt‘s für Sie noch einmal einige Impressionen aus dem ersten Trainingslager.

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WAZ : Je älter, desto besser - trifft dieses Sprichwort auch auf Sie zu?
Naldo : Ja, ich bin positiv überrascht, dass ich in diesem Jahr körperlich so gut drauf bin. Das ist gut, schließlich will ich noch lange spielen. Auch 2016, wenn mein Vertrag in Wolfsburg ausläuft, soll für mich noch nicht Schluss sein.

WAZ : Sind Sie besser als noch vor vier, fünf Jahren, als Sie mit Bremen Titel gewonnen haben?
Naldo : Ja! Ich mache Dinge auf dem Platz, die ich damals noch nicht gemacht habe. Der Trainer hat mir gesagt, dass ich etwas mehr organisieren soll.

WAZ : Vor einem Jahr haben Sie in einem WAZ-Interview gesagt: Ich muss mehr Chef sein. Sind Sie jetzt mehr Chef?
Naldo : Klar, aber ich kann das nicht allein machen.

WAZ : Auch ein Luiz Gustavo ist da gefordert, haben Sie mit ihm nach der enttäuschenden WM für Brasilien schon gesprochen?
Naldo : Ja, aber mit ihm musst du nicht viel reden, er ist Profi durch und durch. Er war sehr traurig über die Höhe der Niederlage im Halbfinale gegen Deutschland, aber wenn er zurück ist, ist das alles vergessen. Er wird hier wieder eine wichtige Rolle spielen.

WAZ : Über seine Zukunft wurde viel spekuliert: Hat er Ihnen verraten, was er plant?
Naldo : Er hat bei uns eine tolle Saison gespielt, ich habe ihm gesagt: Luiz, du musst bei uns bleiben, weil du sehr wichtig für uns bist. Er hat mir in dieser Woche geschrieben: Ich bin bald wieder da!

WAZ : Der VfL spielt in der neuen Saison drei Wettbewerbe - hat der Kader die Qualität dafür?
Naldo : Mit Aaron Hunt und Sebastian Jung hat Klaus Allofs schon zwei gute Spieler geholt. Zudem soll noch ein Stürmer kommen. Alle sind gefordert zu zeigen, dass unsere gute letzte Saison keine Ausnahme war.

WAZ : Kann der VfL in der neuen Saison nach Bayern und Dortmund die dritte Kraft in der Bundesliga werden?
Naldo : Alles schön langsam, alles Schritt für Schritt. Aber: Wenn die anderen wackeln, müssen wir da sein. Wir greifen wieder an - auch international. Da wollen wir Europa zeigen, dass wir eine gute Mannschaft sind. Ich selbst wünsche mir, dass ich mit dem VfL mal einen Titel gewinnen kann.

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