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Nach dem Algerien-Drama: Wird das noch was?

WM 2014 Nach dem Algerien-Drama: Wird das noch was?

Großes Durchatmen nach Mitternacht: Durch ein 2:1 n.V. gegen Algerien hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in den ersten Minuten des Dienstags das Viertelfinale der WM in Brasilien erreicht. Am Freitag (18 Uhr) ist dann in Rio de Janeiro Frankreich der Gegner.

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Oft ging‘s drunter und drüber – aber am Ende stand ein Sieg: Deutschland gewann gegen Algerien mit 2:1 nach Verlängerung.

Eine schlechte erste Halbzeit, ein dramatischer Verlauf, die Tore erst in der Verlängerung – wie ist das deutsche Spiel gegen Algerien zu bewerten? Und was heißt das für das Spiel gegen die Franzosen, die ihr Viertelfinale (2:0 gegen Nigeria) kurz zuvor kaum souveräner gewonnen hatten? Die AZ/WAZ hat sieben Fußball-Experten aus der Region befragt.

Klaus Allofs, VfL-Manager

„Die Algerier haben das gut gemacht, keine Frage. Aber am Ende hat sich die deutsche Mannschaft durchgesetzt. Klar war Glück dabei, doch das braucht man in solch engen Spielen. Aber ich sage auch: Selbst wenn Deutschland in Rückstand geraten wäre, hätten sie es noch geschafft. Die Jungs wissen, dass sie sich jetzt gegen Frankreich steigern müssen – und das werden sie auch tun. Aber Vorsicht, die Franzosen präsentieren sich ganz anders als 2010.“

Dieter Hecking, VfL-Cheftrainer

„Vom Fußballerischen her war es sicher nicht wie erhofft. Aber in den K.o.-Spielen geht‘s nicht darum, schön zu spielen. Und die Zeiten, dass man Mannschaften wie Algerien im Vorbeigehen weghaut, sind einfach vorbei. Aus meiner Sicht wären Lahm hinten rechts und Schweinsteiger sowie Khedira im Mittelfeld die besseren Lösungen. Aber der Bundestrainer hat seine Gründe, warum er es zuletzt anders gemacht hat.“

Georg Poetzsch, VfL- und DFB-Stadionsprecher

„Das Algerien-Spiel fand ich vorm Fernseher anstrengend – okay, für einen Per Mertesacker war‘s auf dem Platz noch anstrengender, aber meine Laune war hinterher ungefähr so wie seine. Mit etwas Abstand allerdings bleibt: Wir sind im Viertelfinale. Ich habe nach dem 4:0 gegen Portugal nicht Hurra geschrien, und ich sage jetzt nicht, dass wir gegen Frankreich chancenlos sind. Wir haben immer noch ein Team, das Weltmeister werden kann.“

Roy Präger, sportlicher Leiter der VfL-Fußballschule

„Es war kein gutes Spiel gegen Algerien. Der Gegner hat‘s clever gemacht, gut auf Konter gespielt – das war nicht einfach. Das Einzige, was am Ende zählt, ist natürlich das Ergebnis und der Einzug in die nächste Runde. Gegen Frankreich muss jetzt natürlich eine Leistungssteigerung her, aber ich gehe davon aus, dass die Jungs genau diese Leistungssteigerung auch abrufen können.“

Willi Feer, Trainer MTV Gifhorn

„Bei den vielen Fehlpässen standen mir die Haare zu Berge, aber der Einsatz hat immerhin gestimmt. Das Gute: Jetzt muss eine Trotzreaktion von der Mannschaft kommen, und vielleicht unterschätzen uns die Franzosen auch. Von daher gehe ich davon aus, dass wir weiterkommen. Aber die besten Spieler sollten auch spielen, und da ist die Verletzung von Shkodran Mustafi ein Wink mit dem Zaunpfahl.“

Pablo Thiam, sportlicher Leiter VfL II

„Gegen Algerien hat man gesehen, dass es keine kleinen Fußball-Nationen mehr gibt. Dass die meisten Spieler Algeriens in der Jugend in Frankreich ausgebildet worden sind, konnte man sehen. Letztlich hat sich Deutschland dank eines überragenden Manuel Neuer durchgesetzt. Gegen Frankreich ist aber eine Leistungssteigerung nötig, da darf man sich keine Fehler erlauben. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe.“

Francisco Coppi, Trainer Lupo/Martini

„Gegen Frankreich muss Deutschland mutiger nach vorne spielen, schließlich hat Bundestrainer Löw eine der besten Offensiv-Abteilungen der WM-Teilnehmer. Gegen Algerien haben sich die Außenverteidiger zu wenig ins Angriffsspiel eingeschaltet. Das würde mit Philipp Lahm wesentlich besser laufen. Schließlich ist er auf dieser Position – egal, ob auf der rechten oder linken Seite – einfach Weltklasse.“

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