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„Musste der Trainer auch Strafrunden laufen?“

VfL Wolfsburg „Musste der Trainer auch Strafrunden laufen?“

Wolfsburg. Klaus Allofs redete am Tag nach dem schlechten Auftritt beim 1:2 des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten bei Werder Bremen nicht lange um den heißen Brei herum: „Es gibt schönere Momente für solche Ereignisse. Aber trotzdem ist es wichtig, jetzt Flagge zu zeigen. Ihr müsst mich nicht schonen“, sagte er schmunzelnd zu den rund 100 Mitgliedern des Volkswagen Fanklubs.

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Die Anhänger hatten viele kritische Fragen: Manager Klaus Allofs (r.) nahm sich am Sonntagmittag rund 90 Minuten Zeit, um bei den Mitgliedern des Volkswagen-Fanklubs in Vorsfelde vorbeizuschauen.

Quelle: Boris Baschin

Die hatten den Manager im Rahmen der VfL-Aktion „18. Auswärtsspiel“ in Vorsfelde zu Gast. Und Allofs wurde nicht geschont.

Viele Fans waren spürbar enttäuscht von der Ausbeute in der noch jungen Spielzeit - und sehen Coach Dieter Hecking in der Pflicht. Es gab Fragen wie: „Wann kommt ein neuer Trainer? Oder: „Musste der Trainer nach dem Spiel auch Strafrunden laufen?“ Allofs blieb trotz kritischer Nachfragen ganz cool und sagte dazu: „Wir sind nicht glücklich, wie die vergangene Saison gelaufen ist. Wir sind nicht glücklich über das Spiel in Bremen. Das war eine Riesen-Enttäuschung.“ Der Manager stellte sich jedoch hinter Hecking: „Wir sind nicht diejenigen für Kurzschluss-Reaktionen, weil die Öffentlichkeit vielleicht welche fordert. Wir sind der Meinung, dass wir mit Dieter Hecking einen guten Trainer haben.“

Hecking wisse, dass es für ihn keine Job-Garantie für die nächsten Monate gäbe, wenn es sportlich nicht laufe. Aber dass es nicht läuft, liege nicht an Hecking. Allofs versicherte: „Der Trainer erreicht die Mannschaft.“

Knapp 90 Minuten nahm sich der 59-Jährige für die Anhänger des Fanklubs Zeit, hinterher gab‘s noch Geschenke und eine Ehren-Mitgliedschaft für den Manager im Volkswagen-Fanklub. Vorsitzender Martin Habrom hätte zwar auch lieber über einen Sieg mit Allofs diskutiert, aber dennoch freute er sich, dass der Manager gerade jetzt zu Gast war. Habrom lobte: „Er war für uns ein dankbarer Interviewpartner.“

Die VfL-Profis besuchen die Fans - schon zum sechsten Mal gab‘s das „18. Auswärtsspiel“. Weitere werden folgen. Allofs betonte: „Das ist sehr wichtig für uns.“ An einem Tag wie gestern, nach so einer Pleite in Bremen, gehöre es einfach auch mit dazu, „dass wir zusammen offen, aber natürlich auch kritisch darüber diskutieren, was jetzt besser werden muss“, so der Manager.

von Engelbert Hensel

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