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Muss man dafür Rot geben?

VfL Wolfsburg Muss man dafür Rot geben?

In einer schlechten Situation Größe beweisen - das zeichnet gute Fußballer und Menschen aus. Youngster Maximilian Arnold lamentierte nach seiner Roten Karte in Hannover nicht lange rum, ob sie gerechtfertigt war oder nicht. Stattdessen zeigt das große VfL-Talent echte Reue: „Es tut mir leid, dass ich die Mannschaft so im Stich gelassen habe.“

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Der entscheidende Moment: Erst bei diesem Standbild der TV-Zeitlupe ist zu erahnen, welche Art von Vergehen Schiri Felix Brych dazu veranlasst hat, Maximilian Arnold Rot zu zeigen – diskussionswürdig!

Quelle: Sky

Als Arnold darüber reden wollte, ob der Platzverweis gerecht war, grätschte VfL-Pressechef Oliver Schraft dazwischen: „Kein Kommentar.“ In einem schwebenden Verfahren über die Länge der Sperre nachvollziehbar. Aber Arnold ging es bei seinen Ausführungen sowieso nicht darum, sich reinzuwaschen. Im Gegenteil: „Ich wollte zum Ball, der Gegenspieler ist auch mit einem langen Bein gekommen.“ Das war alles, was der Mittelfeldspieler zur Foul-Szene sagte.

Alles andere hatte umso mehr Gewicht - und Charakterstärke. „Das sollte nicht so passieren. Ich habe mir die Szene mehrmals zu Hause angeschaut und mich jedes Mal wieder darüber aufgeregt, warum ich das gemacht habe“, schilderte Arnold, der auch gestern noch sichtlich mitgenommen war: „Ich wollte es auf dem Platz nicht wahrhaben, als ich die Karte gesehen habe.“

Zum Start der neuen Saison verlor Wolfsburgs Fußball-Bundesligist am Samstag das Niedersachsen-Duell bei Hannover 96 mit 0:2 (0:1) – und spielte dabei fast 40 Minuten zu neunt.

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Für den Youngster ein Knacks? „Ich ziehe meine Lehren daraus und werde diese Szene für immer im Hinterkopf haben, damit ich daraus Schlüsse ziehe.“ Und: „Die Mannschaft steht hinter mir, dafür bin ich dankbar.“

Linksverteidiger Marcel Schäfer ist für Arnold so etwas wie der große Bruder in der Mannschaft, er kümmert sich von Anfang an um ihn, kennt ihn gut. „Klar, er ist jetzt riesig enttäuscht. Aber so etwas passiert mal im Übereifer“, so Schäfer. „Ich habe aber keine Bedenken bei ihm. Das macht ihn stärker. Maxi kommt wieder und wird uns weiter helfen.“

rs

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