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Muskel bremst Jung: „Langsam keine Geduld mehr“

VfL Wolfsburg Muskel bremst Jung: „Langsam keine Geduld mehr“

Wolfsburg. Er ist auf dem Weg der Besserung, vollständig belastbar ist Sebastian Jung aber noch nicht: Nach seinem Kreuzbandriss, den sich der Rechtsverteidiger Mitte Februar im Champions-League-Achtelfinale bei KAA Gent zugezogen hatte, bereitet ihm der Muskelaufbau Probleme.

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Will am liebsten im November wieder mit der Mannschaft trainieren: VfL-Profi Sebastian Jung arbeitet nach seinem Kreuzbandriss im Februar weiter für sein Comeback.

Quelle: Imago

Ende Oktober steht der nächste Kontrolltermin bei Dr. Ulrich Boenisch in Augsburg an. Erst, wenn er vom Arzt grünes Licht bekommt, darf der 26-Jährige wieder mit der Mannschaft trainieren.

„Die Funktionen im linken Knie sind schon ganz gut, aber ich habe noch ein Kraftdefizit auf dieser Seite. Der Muskelaufbau zieht sich leider etwas hin“, sagt Jung, der auf sein Comeback brennt und immer ungeduldiger wird. „Langsam habe ich keine Geduld mehr“, sagt er schmunzelnd, „weil ich jetzt seit zwei Monaten jeden Tag Krafttraining mache. Das Einzeltraining auf dem Platz ist aber wichtig für mich. Es tut gut, den Rasen zu riechen.“

Ein wenig Geduld braucht Jung aber noch. Denn viel wichtiger als eine schnelle Rückkehr ist ein abgeschlossener Heilungsprozess. Sollte das Kraftdefizit im linken Bein nicht kompensiert werden, besteht die Gefahr, dass sich der Ex-Frankfurter bei einem Zweikampf direkt wieder verletzt. „Man kann nicht pauschalisieren, ob das Defizit bei allen Fußballern mit dieser Verletzung so ist oder nur bei mir. Es gibt drei verschiedene OP-Möglichkeiten. Bei der Patellasehnenplastik, die bei mir angewandt wurde, dauert es grundsätzlich schon etwas länger, es ist aber die stabilste Technik“, weiß Jung.

Bis heute verfolgen ihn der Zweikampf, der zur Verletzung führte, und die Tage danach. „Die Gedanken kommen immer wieder hoch, vor allem vor dem Schlafengehen“, gibt Wolfsburgs Nummer 24 zu. „Das ändert sich aber bestimmt, wenn ich wieder auf dem Platz stehe“, glaubt er. Bei der nächsten Kontrolluntersuchung Ende Oktober hofft Jung auf das „Go“ vom Arzt. „Ich hoffe, dass ich im November wieder mit der Mannschaft trainieren und - wenn es optimal läuft - noch in diesem Jahr ein Pflichtspiel absolvieren kann.“

Mit Vieirinha, Christian Träsch und Jakub Blaszczykowski hat er hinten rechts namhafte Konkurrenz. Das stört ihn aber wenig. „In der Wintervorbereitung kann sich jeder wieder neu zeigen. Dann entscheidet der Trainer“, so Jung.

mwe

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