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Morgen kehrt Kai-Uwe zurück

WAZ-Interview Morgen kehrt Kai-Uwe zurück

Im August 2008 holte Felix Magath einen gerade 20 Jahre alt gewordenen Stürmer aus der zweiten brasilianischen Liga nach Wolfsburg. Caiuby kam in der Meistersaison zu neun Einsätzen, erzielte ein Tor und wurde Liebling der Fans. Ein Jahr später ging er zu Zweitligist Duisburg. Seit 2011 spielt er für den FC Ingolstadt. Mit dem Kellerkind der 2. Liga kommt der 25-Jährige morgen (19 Uhr) zum VfL zurück. Vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale sprach WAZ-Sportredakteur Robert Schreier mit Caiuby.

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Sein größter VfL-Moment: Im Oktober 2008 erzielte Caiuby inseinem ersten Bundesliga-Spiel auf Schalke sein erstes Tor.

WAZ: Hallo Kai-Uwe...

Caiuby: (lacht) Das ist klar, dass ich aus Wolfsburg so genannt werde. Den Spitznamen haben mir damals die VfL-Fans gegeben. Am Anfang fand ich‘s komisch, jetzt toll. Auch hier nennen mich öfter die Leute so.

WAZ: Woran denken Sie, wenn Sie Wolfsburg hören?

Caiuby: Daran, dass wir deutscher Meister geworden sind. Das war eine große Leistung und eine tolle Feier!

WAZ: Haben Sie nur gute Erinnerungen an den VfL?

Caiuby: Ja. Es war so schön, wie ich damals von den Fans und den Leuten im Verein aufgenommen wurde. Ich habe viel von Felix Magath gelernt. Gut, dass er mein erster Trainer in Deutschland war. Felix, dir bin ich noch dankbar.

WAZ: Können Sie sich eine Rückkehr zum VfL vorstellen?

Caiuby: Wer weiß, vielleicht komme ich irgendwann wieder nach Wolfsburg zurück. Die Kontakte sind jedenfalls noch da. Vor allem mit den Brasilianern Diego, Naldo und Luiz Gustavo treffe ich mich manchmal. Dann ist Spaß angesagt. Ich fühle mich aber sehr wohl bei den Schanzern und möchte mich hier weiterentwickeln.

WAZ: Träumen Sie noch von der Bundesliga?

Caiuby: Ja, es ist mein Ziel, am liebsten mit Ingolstadt erstklassig in Deutschland zu spielen. Wie schnell das geht, weiß man im Fußball nie.

WAZ: Ihr Deutsch ist gut. Wie haben Sie das gelernt?

Caiuby: Unterricht hatte ich nur in Wolfsburg. Danach habe ich Deutsch im Leben gelernt. Ich habe viele deutsche Freunde. Für mich ist dieses Land das beste in Europa. Ich fühle mich sehr gut und sage immer, dass ich schon ein halber Deutscher bin. Ich kann mir vorstellen, mein ganzes Leben hier zu verbringen.

WAZ: Ihre gute Laune ist wie damals in Wolfsburg ansteckend. Ist Kai-Uwe auch mal traurig?

Caiuby: Ja, das gibt es auch. Dann fragen mich die Leute immer, ob etwas Schlimmes passiert ist. Aber meistens bin ich lustig. Ich bin noch der alte Caiuby.

WAZ: Beim FC Ingolstadt läuft es gerade nicht so gut - ein Grund für Traurigkeit?

Caiuby: Natürlich müssen wir hart arbeiten. Ich habe auch Schuld daran, dass wir unten stehen. Ich kann besser spielen. Aber ich bin mir sicher, dass wir da unten rauskommen. Und dann haben wir alle wieder viel mehr Spaß auf dem Platz.

WAZ: Wie groß ist die Chance, dass ihr im Pokalspiel in Wolfsburg Spaß habt?

Caiuby: Wolfsburg ist Favorit, unsere Möglichkeit ist klein. Aber es wird ein geiles Spiel. Wir haben eine Chance, auch wenn es schwierig wird.

WAZ: Was machen Sie, wenn Sie ein Tor schießen?

Caiuby: Ich habe schon darüber nachgedacht. Sollte ich treffen, werde ich nicht jubeln. Ich habe so viel Respekt vor den Fans und dem Verein, weil alle mich toll behandelt haben.

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