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Mit der Familie: Borja Mayoral lebt sich ein

VfL Wolfsburg Mit der Familie: Borja Mayoral lebt sich ein

Bad Waltersdorf. Real-Madrid-Kenner glauben, dass er mal ein ganz Großer werden kann. Einer, wie es Real-Legende Raúl war. Solche Vergleiche ehren Borja Mayoral zwar, aber der Neuzugang des VfL Wolfsburg will lieber seinen eigenen Weg beim Fußball-Bundesligisten gehen.

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Langsam kommt er in Wolfsburg an: Auch sprachlich entwickelt sich VfL-Neuzugang Borja Mayoral weiter. Für das Gespräch mit der WAZ brauchte er aber noch die Hilfe eines guten Freundes als Dolmetscher.

Quelle: Boris Baschin

Genau wie das auch sein Bruder Cristian will: Der ist jetzt auch in Wolfsburg - und spielt in dieser Woche bei Regionalliga-Aufsteiger Lupo/Martini vor.

Weil der VfL-Neuzugang noch nicht so gut Deutsch spricht, wird für das Interview mit der WAZ ein Deutsch-Spanier per Handy zugeschaltet, ein Freund von Mayoral, der das Gespräch übersetzt. Und der Stürmer, den die Wolfsburger für ein Jahr von den Königlichen ausgeliehen haben, freut sich, wenn er über seine Familie sprechen kann. „Meine Mutter und mein Bruder sind mitgekommen. Es freut mich für ihn, dass auch er in Wolfsburg Fußball spielen kann“, sagt der 19-Jährige über den 23-jährigen Mittelfeldspieler. „Aber der bessere Fußballer“, sagt der VfLer lachend, „das bin ich, ganz klar.“ Einer ist aber noch nicht dabei. „Mein Papa fehlt noch, er muss arbeiten. Aber er wird kommen.“

Knapp zwei Wochen ist Mayoral jetzt beim VfL. Im Training zeigt der bewegliche Stürmer, der körperlich noch zulegen muss, wie gefährlich er vor der Kiste sein kann. „Ich fühle mich sehr wohl, es ist genial. Ich bin toll aufgenommen worden. Dieses Vertrauen will ich zurückzahlen“, beschreibt Mayoral seine ersten Tage im neuen Klub, in dem ihm vor allen Dingen die Spanisch sprechenden Spieler wie Diego Benaglio, Carlos Ascues oder Luiz Gustavo geholfen haben, damit er sich schnell zurechtfindet.

„Aber ich bin schon dabei, die Sprache zu lernen - und ein bisschen kann ich schon“, sagt Mayoral - und gibt Kostproben ab: „Mir geht es gut.“ Oder: „Ich bin glücklich.“ Schließlich folgen noch: „Vielen Dank“ und das wichtigste Wort für einen Angreifer: „Tor!“

In der A-Jugend hat er in einer Saison mal 54 Dinger gemacht, bald will er in der Bundesliga die Abwehrreihen durcheinanderwirbeln. Wie gut ist er schon in Form? „In den Testspielen gegen Benfica und Sporting Lissabon durfte ich jeweils eine halbe Stunde lang spielen, in Malmö waren es 60 Minuten - es läuft immer besser. Mein Ziel ist: Beim Pokalspiel in Frankfurt bei 100 Prozent zu sein.“

von Engelbert Hensel

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