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Medo versteht den VfL nicht

VfL Wolfsburg Medo versteht den VfL nicht

In diesen Trainingstagen ist er einer der auffälligsten, einer der sich reinhängt. Das ist eigentlich immer so bei Slobodan Medojevic. Nur spielen darf der serbische Mittelfeld-Abräumer in dieser Saison kaum. Jetzt macht er seiner Enttäuschung Luft und spricht offen von Abschied.

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Slobodan Medojevic

Die passende Aufstellung hat der VfL im zentralen Mittelfeld noch nicht gefunden. Doch einer ist komplett außen vor: Medojevic, der mehr als ein Jahr nach seinem Wechsel zum VfL auf den ersten Einsatz gewartet hatte, in der vergangenen Saison dann gut spielte. „Die Situation hat sich nicht wirklich geändert. Ich denke, dass ich allen gezeigt habe, dass man sich auf mich verlassen kann - auf dem Platz und daneben“, sagt Medojevic. „Es hilft mir nicht weiter und ist auch ein Stück weit paradox, dass man mir durchgängig gute Trainingsleistungen bescheinigt, und ich zu den Spielern mit der professionellsten Einstellung zähle, aber aktuell nicht in den Kader komme.“

Der Serbe versteht seine Ausbootung nicht: „Ich investiere seit meinem ersten Tag in Wolfsburg immer 100 Prozent, aber meine Einsatzzeiten können dazu nicht das passende Ergebnis sein. Meine Karriere stagniert. Ich spreche Deutsch und bin voll integriert. Ich habe mir meine Einsätze erarbeitet und gute Kritiken vom Trainerteam erhalten.“

Zum ersten Mal in seiner VfL-Zeit geht er in die Offensive - aus Verzweiflung. „Vielleicht ist es auch am einfachsten, gerade mich draußen zu lassen. Denn ich habe nie Stress gemacht oder mich hängen lassen“, so Medo, der nun an einen Wechsel in der Winterpause denkt: „Ich werde mich mit meinem Berater zusammensetzen und alle Optionen prüfen.“ Aber er verspricht: „Natürlich gebe ich bis dahin weiter Vollgas, denn ich gebe nie auf - ich kann halt nicht anders...“

rs

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