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Maßnahmen gegen sechs Ultra-Gruppen

VfL, Stadt und Polizei reagieren Maßnahmen gegen sechs Ultra-Gruppen

Mit umfangreichen Strafen hat der VfL auf die Vorfälle beim Auswärtsspiel in Hannover reagiert. Unter anderem wurden bestimmten Fangruppen große Schwenkfahnen, Doppelhalter und Blockfahnen verboten. Die Entscheidung fällte der Wolfsburger Fußball-Bundesligist zusammen mit der Stadt und der Polizei.

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Auslöser: Leuchtmunition aus dem Gäste-Block in Hannover.

Quelle: Nigel Treblin

Beim Spiel am 1. März war Leuchtspur-Munition aus dem Gästeblock abgefeuert worden, die 96-Bank wurde beinahe getroffen. Außerdem brannten bengalische Feuer. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen sollen „als Antwort auf die Ereignisse in Hannover sowie die gestiegene Gewaltbereitschaft durch einzelne Fangruppen verstanden werden“, hieß es dazu in einer Erklärung, die von VfL-Geschäftsführer Thomas Röttgermann, Stadträtin Iris Bothe und Ulrich Podehl (Polizeichef Wolfsburg/Helmstedt) unterzeichnet wurde.

Sechs Fanklubs betroffen

Die vom Großfahnen-Verbot betroffenen „Weekend Brothers“, „Green-White Angels“, „Kleinstadtgang“, „Wilde Wölfe“, „La Familia“ und „Commando Ultra“ werden der Ultra-Szene oder ihrem Umfeld zugerechnet. Großfahnen seien, so heißt es in der Erklärung, „zum Verdecken von Straftaten genutzt“ worden. Darüber hinaus wurde den VfL-Fans bis auf Weiteres die Nutzung von Verkaufsflächen in der VW-Arena verboten, fürs Darmstadt-Spiel gibt‘s auch keine Bewirtung durch Fans im Nordkurvensaal.

Für „erneutes Fehlverhalten“ wurden weitere Maßnahmen angekündigt - etwa ein komplettes Verbot von Gruppenbannern oder das Aus für die Mikrofonanlage in der Nordkurve. In ersten Reaktionen in den sozialen Netzwerken werteten viele Nutzer die Maßnahmen als unangemessene Kollektivstrafe, als überzogen und als negativ für die künftige Stimmung in der VW-Arena.

Tipps zur Aufklärung?

Möglicherweise erhoffen sich VfL und Polizei von diesen Maßnahmen auch Hilfe bei der Aufklärung der Hannover-Vorfälle. Denn die Wolfsburger Fanszene, mit der der „etablierte Dialog“ fortgeführt werden soll, könne „auf diesem Wege auch die Rücknahme von getroffenen Maßnahmen erreichen“, weil „das Tolerieren oder gar Unterstützen von Straftätern“ nicht im Sinn einer lebendigen Fankultur sei. Was so viel heißen dürfte wie: Wenn die Täter von Hannover mit Hilfe von Fan-Hinweisen ermittelt werden können, werden die großen Fahnen wieder erlaubt. „Wir hoffen“, so Philip Henkel, Vorsitzender des Fan-Dachverbandes Supporters, „dass die Verursacher identifiziert und die Maßnahmen für alle anderen schnellstmöglich aufgehoben werden.“

apa

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