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Marco Russ: „Habe einen Tapetenwechsel gebraucht“

VfL Wolfsburg Marco Russ: „Habe einen Tapetenwechsel gebraucht“

Am Freitagabend hatte Marco Russ noch für Eintracht Frankfurt in der 2. Liga bei Greuther Fürth gewonnen – mit 3:2 nach 0:2-Rückstand. Am Samstag wurde der 25-Jährige schon im Trainingslager des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten vorgestellt.

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Marco Russ: „Das Interesse war so stark – ich wollte nirgendwo anders hin“

Quelle: Photowerk (bb/3)

WAZ: Wie sind Sie so schnell nach Österreich gekommen?
Russ : Pierre Littbarski war beim Spiel in Fürth. Danach sind wir sechs Stunden mit dem Auto gefahren.

WAZ : Sie haben seit 15 Jahren bei der Eintracht gespielt. Wie war der Abschied?
Russ : Der Wechsel kam nicht von heute auf morgen. Für mich stand seit einem Jahr fest, dass ich meinen Vertrag nicht verlängere. Aber natürlich war es emotional, das letzte Spiel zu machen. Ich habe die Zeit genossen, da fällt der Abschied nach so langer Zeit schon schwer. Aber auch wenn Frankfurt immer ein Teil von mir bleibt, ziehe ich jetzt einen Schlussstrich. Jetzt beginnt ein neues Kapitel in meinem Leben.

WAZ : Warum wollten Sie wechseln?
Russ : Ich habe vor einem Jahr gemerkt, dass ich einen Tapetenwechsel und eine neue Herausforderung brauche. Ich hatte in Frankfurt nie einen echten Konkurrenzkampf. Und wenn du weißt, dass du immer spielst, dann stagniert deine Leistung. Beim VfL ist das natürlich ganz anders. Durch den Druck hier werde ich mich verbessern. Mein Ziel ist es, hier zu spielen und für die Mannschaft wichtig zu sein.

WAZ : Wochen vor Ihnen ist Patrick Ochs aus Frankfurt zum VfL gekommen. Hat er Ihnen Tipps gegeben?
Russ : Wir haben uns oft ausgetauscht; auch mit Marcel Schäfer habe ich gesprochen. Er hat denselben Berater wie ich. Aber ich war schon vorher davon überzeugt, dass Wolfsburg der richtige Schritt ist. Das Interesse war so stark – ich wollte nirgendwo anders hin.

WAZ : Was ist mit dem VfL denn möglich?
Russ : In der letzten Saison war das Team zwar in einem Negativstrudel. Aber das Potenzial ist da, um in den internationalen Rängen zu landen.

WAZ : Hatten Sie keine Angst vor Magaths Training?
Russ : Armin Veh hatte jetzt in der Vorbereitung auch Gas gegeben. Das tat uns ganz gut, denn in den eineinhalb Jahren zuvor war das alles eher lau. Wir waren nicht topfit. Das hatte man uns auch angesehen.

WAZ : Sie tragen die 23; wie vor Ihnen Grafite. Ist das etwas Besonderes?
Russ : Die Nummer habe ich als 18-Jähriger bei der Eintracht zufällig bekommen und immer getragen.

Der VfL Wolfsburg im Trianingslager: Keeper Diego Benaglio bei der Arbeit.

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rs

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