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Magath? „Es gibt keinen Besseren“

VfL Wolfsburg Magath? „Es gibt keinen Besseren“

Er ist beim VfL Führungsspieler und Kapitän: Marcel Schäfer. Im Trainingslager-Interview in Oeversee sagt der Linksverteidiger, warum seine Vertragsverlängerung warten kann, warum beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten wieder mehr Deutsch gesprochen werden muss und dass er gern Kapitän bleiben würde.

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„Müssen mehr tun“: Im WAZ-Interview lobt Wolfsburgs Kapitän Marcel Schäfer (am Ball) die Arbeit von Coach Felix Magath.

Quelle: Photowerk (bb)

WAZ: Herr Schäfer, haben Sie Ihren Vertrag beim VfL bereits verlängert?
Schäfer: Nein, wir hatten ein Gespräch, aber die Tendenz ist klar: Es gibt von beiden Seiten großes Interesse, zu verlängern. Wir werden in den nächsten Tagen für dieses Thema Zeit finden. Jetzt gibt’s Wichtigeres zu tun, außerdem ist in Sachen Vertrag sowieso klar, was passieren wird.

WAZ: Sie sprechen die Vorbereitung an. Fühlen Sie sich so fit wie lange nicht mehr?
Schäfer: Wenn man sich die vergangenen beiden Jahre anschaut, dann muss man sagen, dass wir einfach mehr machen müssen, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen.

WAZ: Heißt das, dass Ihre Kollegen und Sie zuletzt nicht so fit waren wie Sie es in der ersten Amtszeit von Felix Magath waren?
Schäfer: So, wie unser Trainer trainieren lässt, ist das in der Liga einmalig. Vor zwei Jahren waren wir das konditionell stärkste Team, konnten viele Spiele zum Schluss entscheiden. Ich denke, dass man kritisch ansprechen kann, dass das danach nicht der Fall war. Da war es eher umgekehrt.

VfL Wolfsburg Trainingslager Oeversee Bundesliga Fußball 2011 Fotos Boris Baschin

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WAZ: Sie kennen Magaths Methoden. Aber wie ist das für einen Neuzugang oder Talente wie Kevin Scheidhauer, Treppen hochgejagt zu werden?
Schäfer: Das ist schon eine Riesen-Umstellung, etwa für die A-Jugendspieler, die gerade Meister geworden sind und wenig Urlaub hatten. Aber ich glaube, dass es für die jungen Spieler keinen besseren Lehrer gibt als Felix Magath. Ob das nun Sascha Riether, Christian Gentner, Edin Dzeko oder ich waren, wir haben alle dieselbe Schule durchgemacht und davon unheimlich profitiert. Für uns war das eine harte, aber auch eine gute, lehrreiche und erfolgreiche Zeit.

WAZ: Mit Christian Träsch oder Marco Russ will der VfL neue deutsche Spieler holen. Wie wichtig ist es, dass Deutsch wieder die Amtssprache in der Kabine ist?
Schäfer: Für mich persönlich ist das sehr wichtig. Ich kann mich an ein Spiel in der vergangenen Saison erinnern, in dem ich der einzige deutsche Spieler auf dem Platz war. Da ist es dann schwierig, Kommandos zu geben, wenn es einige nicht verstehen. Daher ist es positiv, wenn deutsche Neuzugänge wie Patrick Ochs, der uns ungemein als Persönlichkeit und Spieler weiterhilft, geholt werden. Es wäre schön, wenn noch ein Träsch oder ein Russ kommt. Es muss Deutsch gesprochen werden. Das fordert auch der Trainer. Jeder weiß, dass er nicht allzu viel redet, daher ist es wichtig, dass man ihn versteht. Was soll er aber auch viel reden? Vor zwei Jahren hat man gesehen, was möglich ist, wenn man nur auf ihn hört.

WAZ: Hat sich Magath im Vergleich zu seiner ersten Amtszeit verändert?
Schäfer: In keinster Weise. Das ist aber auch gut so. Ich würde auch nichts ändern, wenn ich Erfolg hätte.

WAZ: Wie gut ist der VfL für die neue Saison gerüstet?
Schäfer: Der Trainer hat angekündigt, dass noch einige dazustoßen und einige den Verein verlassen. Wir brauchen keine Spieler, die nicht hier sein wollen, sondern nur welche, die 100 Prozent Gas geben. Nur so kommt der Erfolg zurück. Mit VW hinten dran, dem Top-Stadion und den guten Trainings-Bedingungen hat man die Voraussetzungen, um Erfolg zu haben. Es gibt nicht viele Bundesligisten, die das auch haben.

WAZ: Bleiben Sie Kapitän?
Schäfer: Das weiß ich nicht. Ich würde es gern bleiben. Aber Gespräche gab‘s mit dem Trainer darüber noch nicht.

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