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„Lust, langfristig hier etwas aufzubauen“

VfL Wolfsburg „Lust, langfristig hier etwas aufzubauen“

Am vorletzten Freitag hat seine Frau Karolina Baby Lupita-Carolina zur Welt gebracht. „Die Tage sind jetzt länger und die Nächte kürzer“, sagt Valérien Ismael, der alte und neue Trainer des VfL Wolfsburg II, schmunzelnd. Morgen legt der Ex-Profi beim Fußball-Regionalligisten los. Im Interview mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel erklärt der 39-Jährige, der zuletzt beim 1. FC Nürnberg Coach war, warum er nach Wolfsburg zurückkehrt und welche Ziele er hat.

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Freut sich riesig auf seine Rückkehr: VfL-II-Trainer Valerién Ismaël.

Quelle: Boris Baschin

WAZ: Warum wieder Wolfsburg?
Ismaël: Es war eine Entscheidung für die Familie. Wir brauchen ein Umfeld, in dem wir uns wohlfühlen. Bei meinem ersten VfL-Engagement haben wir in Mariental bei Helmstedt gewohnt, wir haben dort noch viele Freunde. Als die Anfrage aus Wolfsburg kam, haben meine Frau und ich sofort gesagt: Das machen wir.

WAZ: Gab‘s denn weitere Anfragen?
Ismaël: Ja, zwei aus dem Ausland, aber ich wollte zurück nach Wolfsburg.

WAZ: Ist das für Sie nach ihrem Trainerjob bei Zweitligist Nürnberg ein Rückschritt?
Ismaël: Nein! Dieser Verein hat so viele Möglichkeiten. Da gibt‘s eine starke Profimannschaft, ein starkes Frauenteam, eine starke U 19 und eine starke U 23, die jetzt zusammen mit den Frauen in einem kleinen, neuen Stadion spielt. Als ich ging, war das noch im Rohbau, jetzt freue ich mich schon riesig darauf, da mit meiner Mannschaft spielen zu dürfen.

WAZ: Mit welchem Ziel gehen Sie die Aufgabe an?
Ismaël: Primär ist es wichtig, Spieler weiterzuentwickeln. Dadurch, dass die Profis eine unglaublich starke Saison gespielt haben, ist das Anforderungsprofil an unsere Talente gewachsen. Ich will versuchen, dass wir einen neuen Maxi Arnold oder einen neuen Robin Knoche hochbekommen.

WAZ: Muss man dafür in die 3. Liga aufsteigen?
Ismaël: Es hilft, dann ist der Abstand nach oben nicht mehr ganz so groß. Wir wollen versuchen, in der nächsten Saison ganz oben zu sein, in die Relegation zu kommen, um dann aufsteigen zu können. Ich habe einfach Lust, hier langfristig etwas aufzubauen.

WAZ: Bei Ihrem ersten VfL-Engagement sind Sie nach nur einem Jahr nach Nürnberg gewechselt - kann solch ein vorzeitiger Abschied wieder passieren?
Ismaël: Im Fußball ist so etwas immer möglich, aber ich habe ja gesagt, dass das jetzt auch eine Entscheidung für die Familie war. Wir wollen Kontinuität, zudem weiß ich, was ich an Wolfsburg habe.

WAZ: Welche Rolle haben VfL-Cheftrainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs bei Ihrer Rückkehr gespielt?
Ismaël: Klaus Allofs hat mich angerufen. Zunächst habe ich mit ihm, dann mit Hecking und Pablo Thiam gesprochen. Die Vertrauensbasis ist groß - das passt schon.

WAZ: Wie zufrieden sind Sie schon mit Ihrem neuen Kader?
Ismaël: Wir haben jetzt vier Spieler geholt, ein, zwei werden wohl noch dazukommen, dann können wir loslegen.

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