Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Kutschkes Traum erfüllt sich

VfL Wolfsburg Kutschkes Traum erfüllt sich

Für Stefan Kutschke ging am Samstag gegen Schalke 04 ein Fußball-Traum in Erfüllung – erstes Bundesliga-Spiel, erstes Bundesliga-Tor nach seiner Einwechslung in der 86. Minute. Ansprüche stellt der Angreifer, der aus der 4. Liga von RB Leipzig gekommen war, trotzdem keine.

Voriger Artikel
Eine neue Konkurrenz
Nächster Artikel
Stammplatz für Träsch

Das Grinsen ging gar nicht wieder weg: VfL-Torschütze Stefan Kutschke zwischen Diego (l.) und Luiz Gustavo (r.).

Quelle: Photowerk

Kutschke strahlte bis über beide Ohren: „Ich weiß natürlich um meine Willenskraft. Aber dass es so kommt, konnte niemand wissen!“ Auch Coach Dieter Hecking wusste: „Für ihn ist ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen.“ Bei seinem Kurzauftritt hätte er sogar noch mehr Tore schießen können. Bei seiner ersten Chance hätte er auf Marcel Schäfer querlegen müssen, schoss stattdessen drüber. Kurz danach zögerte er zu lange, „da hätte ich direkt schießen müssen“, sagt er. Im dritten Versuch hat‘s geklappt: Querpass Schäfer, Kutschke tunnelt Schalke-Torwart Timo Hildebrandt – 4:0. Hecking: „Für fünf Minuten war das gar nicht so schlecht...“

Im Pokal in Karlsruhe war es noch andersherum gewesen, da hatte Kutschke das 3:1 von Schäfer vorbereitet: „Mit ihm und auch mit Bas Dost verstehe ich mich auch privat super. Schäfi hat mir das Leben in Wolfsburg von Anfang an ganz leicht gemacht.“ Zu den ersten Gratulanten zählte dann der verletzte Dost, der Kutschke herzte und sich neidlos mit dem Sturmkollegen freute: „Das ist Qualität, Junge!“ Was Manager Klaus Allofs imponiert: „Wenn es gegen einen Dritt- oder Achtligisten geht, läuft er genauso.“

Der Heimfluch ist beendet: Der VfL Wolfsburg setzte mit dem 4:0-Sieg gegen Schalke ein klares Zeichen.

Zur Bildergalerie

Trotz des Traumeinstands bleibt der gebürtige Dresdener auf dem Teppich, gibt sich bescheiden. Er macht zwar keinen Hehl daraus, „Genugtuung“ zu verspüren, „wenn andere sagen, der wird das beim VfL nie schaffen“. Aber Kutschke will im Training Gas geben, Anspruchsdenken kennt er nicht: „Nicht im geringsten, auch nicht wenn alle wiederkommen. Aber ich will dem Trainer die Entscheidung, wer im Kader steht, so schwer wie möglich machen.“

hot/eh

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
VfL Wolfsburg
Erstes Heimspiel, erster Sieg: VfL-Neuzugang Luiz Gustavo (l.) und Ja-Cheol Koo (r.) fertigten Schalke mit 4:0 ab.

Vielleicht wird es eine tolle Saison, vielleicht wird der VfL am Ende der Spielzeit die Erwartungen übertroffen haben. Und vielleicht können die, die am Samstag in der VW-Arena mitjubelten, dann sagen: Ich war dabei, als das alles begann. Als Wolfsburgs Fußball-Bundesligist den FC Schalke 04 mit 4:0 (0:0) besiegte und damit eine rauschhafte Euphorie auf dem Rasen und auf den Rängen entfachte, wie es sie seit der Meistersaison nicht mehr gegeben hatte.

mehr