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Krise: Das sagen Erkenbrecher, Reich und Co. dazu

VfL Wolfsburg Krise: Das sagen Erkenbrecher, Reich und Co. dazu

Die vergangenen sieben Spiele nicht mehr gewonnen, in der Tabelle auf Platz acht abgerutscht - der VfL Wolfsburg steckt in der größten Krise, seit Manager Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking beim Fußball-Bundesligisten übernommen haben.

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So schlichen sie nach der jüngsten Niederlage vom Platz: Nach dem beängstigenden 0:3 auf Schalke ist der VfL in der Bundesliga nur noch Mittelmaß.

Quelle: Imago

Das Ziel, erneut die Champions League zu erreichen, ist in großer Gefahr. Was sagen Trainer und Verantwortliche von Amateurklubs und Ex-VfLer zum Absturz des Pokalsiegers? Die WAZ/AZ fragte bei Uwe Erkenbrecher, Siggi Reich und Co. nach.

„Komfortzone auf den Prüfstand stellen“

Uwe Erkenbrecher , Ex-VfL-Trainer, jetzt Coach des Landesligisten MTV Gifhorn: „Mit dem Abgang von De Bruyne und Perisic ist das Mannschaftsgefüge ein wenig durcheinandergeraten. Man sollte die vorhandene Komfortzone bei den Spielern – nicht nur bei den Profis, sondern auch im Nachwuchs – auf den Prüfstand stellen. Mich würde es nach der bisherigen Saison überraschen, wenn der Sprung unter die ersten fünf noch gelingen sollte.“

„Geduld haben und nicht in Panik verfallen“

Francisco Coppi , Trainer des Oberligisten Lupo/Martini Wolfsburg: „Nach der vergangenen erfolgreichen Saison war das so nicht absehbar. Doch der Abgang von De Bruyne und Perisic wiegt schwer. Julian Draxler, Max Kruse und André Schürrle sind noch nicht die erwarteten Verstärkungen. Aber ich denke, da sollten wir Geduld haben – und nicht in Panik geraten. Es ist diese Saison immer noch möglich, sich fürs internationale Geschäft zu qualifizieren. Die Qualität dafür hat diese Mannschaft.“

„Niveau einiger lässt sehr zu wünschen übrig“

Bernd Hartwig , Spielausschuss-Vorsitzender im NFV-Kreis Wolfsburg: „Sieben Spiele nicht gewonnen – natürlich steckt der VfL in der Krise. Die Ursachen dafür? Die Spieler treten nicht als Mannschaft auf. Das Niveau einiger dieser Herren lässt doch sehr zu wünschen übrig. Jetzt müssen sie schnell aus dem Knick kommen, gegen Ingolstadt gewinnen, sonst wird das selbst mit der Europa League nichts. Und dann könnte es ungemütlich werden, denn ich bin mir sicher, dass sich die Fans das nicht mehr länger ansehen wollen.“

„Da ärgert sich keiner, wenn was schiefgeht“

Rüdiger Adamczyk, Vorsitzender des Landesligisten SSV Vorsfelde: „Das ist schon mehr als eine kleine Krise, so wie sich die Wolfsburger Mannschaft darstellt. Woran das liegt, kann ich nicht genau sagen, dafür bin ich nicht nah genug dran am Team. Die Einstellung fehlt, die schweben ja über den Platz, da erkennt man nicht, dass sich Spieler mal ärgern, wenn etwas schiefgeht. Das geht schon die letzten Wochen so – als Fußballer finde ich das schade, das sollte doch ganz anders sein.“

„Viele Vorbereiter, aber vorm Tor kein Killer“

Siggi Reich , Ex-VfL-Torjäger: „Der Verkauf von Kevin de Bruyne konnte nicht kompensiert werden, zudem haben viele Spieler nicht die Form aus der Vorsaison. Ich denke da an Rodriguez oder Caligiuri, aber nicht nur diesen Jungs fehlen ein paar Prozent. Der VfL hat zwar im Kader viele Spieler, die Tore vorbereiten können, aber er hat keinen Killer. Da ist keiner, der sich vor der Kiste entscheidend durchsetzen kann. Dennoch hoffe ich, dass sie die Kurve noch kriegen, um erneut in Europa dabei sein zu können.“

„Denen fehlt ein Tritt in den Hintern...“

Ralf Schmidt , Ex-VfL-Spieler, Trainer des Bezirksligisten TuS Neudorf-Platendorf:  „Der VfL wird seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht. Man sieht, dass es ohne Kevin De Bruyne an Qualität und Kreativität fehlt. Allerdings: Es nur an diesem einen Spieler festzumachen, wäre aus meiner Sicht falsch. Man muss sich nur mal die Gehaltslisten der anderen Profis wie Schürrle, Draxler, Rodriguez und so weiter angucken. Die bringen einfach zu wenig Leistung. Denen fehlt ein Tritt in den Hintern...“

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