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Krise: Allofs zweifelt an der Kader-Qualität

VfL Wolfsburg Krise: Allofs zweifelt an der Kader-Qualität

Spätestens mit dem schwachen 1:1 im Heimspiel gegen Köln war der VfL in die Krise geschlittert - nach dem peinlichen 0:3 (0:2) am Samstag vor 61.500 Fans bei Schalke 04 hat sich die beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten noch verschärft.

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Das zweite Gegentor: Johannes Geis (v.) legte mit einem Freistoß für Schalke zum 2:0 nach, am Ende stand für den VfL mit dem 0:3 auf Schalke das siebte Spiel in Folge ohne Sieg.

Quelle: Guido Kirchner

So sehr, dass Klaus Allofs, Manager und Baumeister des VfL, an der Qualität des eigenen Kaders zweifelt. „Die Spieler stehen jetzt anders in der Kritik als in den vergangenen zwei Jahren. Damit muss ich klarkommen, aber einige Spieler können das noch nicht. Wir müssen mit der Situation wachsen, aber einige sind der Situation noch nicht gewachsen“, so seine Kritik. Jetzt werde sich zeigen, wer mit so einer Krisen-Situation umgehen kann. „Das gehört auf dem Weg zu einer Spitzenmannschaft dazu. Aber auf diesem Weg werden wir auch den einen oder anderen verlieren. Ich hoffe, dass es nicht zu viele sind.“

Dramatisch: Der VfL ist seit sieben Spielen sieglos (drei Remis, vier Niederlagen), für die Wolfsburger ist dies die längste Durststrecke seit über drei Jahren, und aktuell wartet kein anderer Bundesligist so lange auf einen Erfolg. Das einstige Spitzenteam hat nach 20 Spieltagen 14 Punkte weniger auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison. Auf Schalke fiel der VfL nach dem 0:1 mal wieder auseinander - einzig Abwehrboss Naldo und Mittelfeld-Franzose Josuha Guilavogui präsentierten sich überwiegend in Normalform. Ganz vorn durfte wegen der vielen Verletzten Nicklas Bendtner von Beginn an ran. Sollte noch irgendein VfL-Verantwortlicher eine Rest-Hoffnung haben, dass Bendtner in Wolfsburg doch noch die Kurve kriegt - spätestens seit Samstag sollte er eines Besseren belehrt worden sein.

Allofs hatte immer wieder davon gesprochen, dass es Rückschläge geben könnte auf dem Weg nach oben. Doch dieser Rückschlag „ist größer, als erwartet. Die Art und Weise, wie wir einige Spiele verloren haben, beunruhigt“, gibt der Manager zu - und muss Fragen nach der Zukunft von Trainer Dieter Hecking beantworten: „Er hat jetzt siebenmal in Folge nicht gewonnen, aber das ist für mich kein Grund, ihn in Frage zu stellen.“ Auch Hecking selbst geht mit diesen Fragen gelassen um, sagt: „Ich habe ein breites Kreuz, stelle mich vor die Mannschaft. Aber die muss auch spüren: So geht‘s bei uns nicht weiter.“

eh/tik

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