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„Komme nicht, um auf der Bank zu sitzen“

WAZ-Interview mit Aaron Hunt „Komme nicht, um auf der Bank zu sitzen“

Aaron Hunt bleibt ein Grün-Weißer: Der Neuzugang des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten spricht im Interview mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel über seinen Wechsel von Werder Bremen zum VfL.

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WAZ: Herr Hunt, Sie waren 13 Jahre bei Werder, sind in Bremen Profi geworden - wie fühlt es sich an, den Verein zu wechseln?

Hunt (lacht): Ich bin ganz entspannt, schließlich ist jetzt alles erledigt. Ich bin glücklich, dass es der VfL geworden ist und ich jetzt am Donnerstag in den Urlaub nach Dubai fliegen kann.

WAZ: Mit welchem Gefühl fliegen Sie in den Urlaub?

Hunt: Mit einem guten, schließlich habe ich mit dem VfL einen Verein gefunden, wie ich ihn gesucht habe.

WAZ: Sie hatten viele Anfragen, auch aus dem Ausland. Warum haben Sie sich für den VfL entschieden?

Hunt: Vor drei, vier Wochen hat sich Klaus Allofs bei mir gemeldet. Daraufhin haben wir uns bei ihm zu Hause getroffen. Mit dabei war auch Dieter Hecking. Mit Klaus musste ich ja nicht viel sprechen, weil wir uns schon lange kennen. Der Trainer hat mich total überzeugt.

WAZ: Wie hat er das geschafft?

Hunt: Er hat mich einfach beeindruckt. Ich wollte bei meinem neuen Verein das Gefühl haben, dass ich dahin gehöre, dass ich da sofort funktionieren kann. Bei den anderen Vereinen, die mich auch wollten, hatte ich das nicht zu hundert Prozent.

WAZ: Mit dem VfL spielen Sie jetzt europäisch - welche Rolle hat das bei Ihrer Entscheidungsfindung gespielt?

Hunt: Ich wollte mich sportlich verbessern und international spielen, von daher hat das schon eine Rolle gespielt.

WAZ: Sie sind im Mittelfeld flexibel einsetzbar, der VfL war da schon gut aufgestellt - haben Sie Angst, in Wolfsburg auf der Bank zu landen?

Hunt: Nein, überhaupt nicht, ich wechsle nicht zum VfL, um auf der Bank zu sitzen. Wolfsburg ist das, was ich gesucht habe. Dass die Konkurrenz groß ist, weiß ich. Ich will diese Konkurrenz, weil sie mich noch besser machen kann. Und ich will mich auch mit 27 Jahren noch verbessern.

WAZ: Wen kennen Sie schon von Ihren neuen Kollegen?

Hunt: In erster Linie Naldo, mit dem ich lange in Bremen zusammengespielt habe. Auch nach seinem Weggang ist der Kontakt nie abgerissen. Er war auch der Erste, der von der Sache mit dem VfL Wind gekriegt hat. Ich freue mich darauf, wieder mit ihm zusammenspielen zu können, in Bremen war er einer meiner Lieblingsspieler. Neben Naldo kenne ich noch Kevin De Bruyne, mit dem ich in Bremen ein Jahr gespielt habe.

WAZ: Sie sind gebürtiger Goslarer - ziehen Sie jetzt wieder in Ihre alte Heimat?

Hunt: Nein, ich fühle mich mehr als Bremer. Ich suche mir jetzt etwas in der Nähe des VfL-Stadions.

WAZ: Steht schon fest, welche Nummer Sie beim VfL bekommen?

Hunt: Nein, in Bremen hatte ich die 14, aber die hat ja Kevin De Bruyne.

WAZ: Die Nummer 10 wäre frei...

Hunt (lacht): Es wird sich schon etwas Passendes finden.

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